Spring Recap: Juni 2014

Der Juni, erster Monat der vorlesungsfreien Zeit, war dann für mich eine äusserst leidvolle Zeit (siehe Kursivtext unten), in der ich aber durch vieles Feuerspielen trotzdem immer vorwärts kam. “Viel” bedeutet in diesem Fall: An 16 Abenden im Juni stand bei mir entweder eine Show oder eine Probe an! Aber der Reihe nach:

Gleich am ersten Juni-Wochenende waren wir zu zweit für eine Show im Hotel Uto Kulm gebucht. Nach etwas Hin und Her wegen Räumlichkeiten, Soundanlagen und Transport stand dann fest, dass wir eine Indoor-LED-Show im UV-Licht spielen würden – Ähnlich, wie wir es bei der Nachhaltigkeitswoche draussen getan hatten. Da der Üetliberg autofrei ist, aber wir doch ordentlich Material anschleppten, stellte uns das Hotel tatsächlich einen Shuttleservice vom Bahnhof zum Gipfel zur Verfügung. Der Shuttleservice bestand dann aus einem kleinen, wendigen Elektromobil. Der einzige passende Ausdruck dafür ist wohl das Schweizerdeutsche “hääärzig”. Oben angekommen gab es dann etwas Verwirrung, wann wir genau spielen sollten, bis wir nach 3 neuen Terminen und immer wieder vorkommender Verspätung schlussendlich doch ziemlich genau zur ursprünglich abgemachten Zeit spielten. Erfreulicherweise war das Publikum sehr engagiert und hat uns ordentlich angepeitscht, so dass wir gar noch eine kleine Zugabe spielten, was eher weniger üblich ist.

Daneben standen in der Zeit weitere Proben fürs Burning Mountain und den Glockenspieler an. Beim Burning Mountain musste es nun wirklich voran gehen, da das Festival ja Ende Juni stattfand. Wir probten unermüdlich mit und ohne Kostüme, bis wir gerade noch so fertig wurden mit einem flüssigen Ablauf und sitzenden Übergängen. In der Zwischenzeit mussten wir uns auch noch auf einen Namen einigen, bei dem nach langer Diskussion und viel hin und her endlich “Magnetic Madness Ensemble” feststand. Dazu brauchten wir auch noch ein Promofoto, bei dem ich auch mal wieder meine Retuschierkünste auspacken durfte:

Magnetic Madness Ensemble. Juni 2014

Magnetic Madness Ensemble. Juni 2014

Teil der Materialauslage des Magnetic Madness Ensembles. Juni 2014

Teil der Materialauslage des Magnetic Madness Ensembles. Juni 2014

Auch beim Glockenspieler ging es gut voran, wir hatten die ersten Gesamtproben mit allen anderen Beteiligten. Natürlich wurde dabei wieder einiges umgestellt, denn bei so einem grossen Projekt entstehen die Abläufe immer erst durch die Proben. Jedenfalls scheint das Konzept aufzugehen – Aber ob das Publikum davon auch so begeistert sein wird wie wir? Man wird sehen.

Bühne von "Die Glockenspieler". Juni 2014

Bühne von “Die Glockenspieler”. Juni 2014

Und dann kam endlich das Festival, auf das wir uns schon lange vorbereitet hatten: Burning Mountain! Thomas und ich machten uns am Donnerstag als erste auf den Weg, fanden nach etwas suchen auch einen hervorragenden Zeltplatz direkt bei den Drogencheck-Experten von rave it safe, mit denen wir über das Festival hinweg eine äussert gute Nachbarschaft hatten. Auch unsere Bändel bekamen wir ohne grössere Probleme, also gönnten wir uns erstmal ein Abendessen. Im Verlauf der Nacht trafen dann auch noch die meisten anderen von unserer Gruppe ein. Leider war am Donnerstag erst die kleine Zeltbühne geöffnet, so dass wir unseren einzigen freien Abend nicht besonders ausreizen konnten.

Am Freitag belebten wir dann den Platz vor der Bühne mit unseren Flow Arts und konnten dabei auch den einen oder anderen Spieler hervorlocken. In der Zwischenzeit hatten wir auch unsere etwas spärlichen Bons erhalten, die dann noch dazu nicht an allen Ständen akzeptiert wurden. Liebe Orgas, da könnt ihr definitiv nachbessern! Gegen Abend gings dann aber auch schon bald los mit den Vorbereitungen: Umziehen, Schminken, Materialtransport, Tools tränken. Noch einmal kurz zusammen zur Ruhe kommen, Energie beschwören, und los geht’s!

Magnetic Madness Ensemble @ Burning Mountain Festival. Juni 2014 (Bildnachweis: Mysticalpics.ch)

Magnetic Madness Ensemble @ Burning Mountain Festival. Juni 2014 (Bildnachweis: Mysticalpics.ch)

Am Samstag gabs dann nochmal das Selbe in Grün, an einer etwas anderen Stelle auf dem Gelände und mit einer anderen Energie, da in unserem Ensemble nicht alles so harmonisch klappte wie erhofft. Trotzdem war die Show nicht schlecht, wie ich finde, denn gewisse Abläufe und Übergänge haben deutlich besser geklappt als tags zuvor.

Ich war nach den Shows jeweils nudelfertig und ging deshalb meistens recht bald nach den Nachbereitungen (Materialtransport, umziehen, abschminken) recht bald schlafen. Auch dem Sonntag auf dem Gelände konnte ich dann nicht mehr viel abgewinnen, da das ganze Wochenende viele Kräfte gezehrt hat. So brach ich dann am Sonntag auch schon bald und vor den Anderen auf, was den für mich angenehmen Nebeneffekt hatte, dass ich so dem später eintreffenden, grossen Regen entrinnen konnte.


“Klassisch Frau” nennst Du das also, nicht zu sagen was Du willst. Du nimmst mir den Wind aus den Segeln, schneller als Du ihn gegeben hast. Lässt mich fallen, plötzlich und von ganz oben. Nicht einmal ein lauer Windstoss ist während meines Falles zu vernehmen. Wie kannst Du so herzlos sein? Bedeutete es Dir alles nichts? Feuer sorgt für Auftrieb, ich labe mich daran, es gibt mir Halt. Ich meine Dich zu sehen, dabei hast Du mich längst vergessen. Dann ist das Feuer aus. Nichts bleibt ausser Schmerz.

Comment (1)

  1. […] lang ersehnte Video von unserem Auftritt am Burning Mountain Festival (ich berichtete) ist endlich […]

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