Ein Abend am Get The Ring 3

Ein kurzer Einschub: Als Reaktion auf den letzten Eintrag wurde ich gefragt, ob ich denn der einzige Mann an dieser Convention gewesen sei. Zugegeben, diesen Eindruck kann man erhalten und es hatte ja auch wirklich nicht viele Männer dort, aber der einzige war ich dann doch nicht – Vor allem abends nicht mehr, als sich zur Galashow und der anschliessenden Hoop Disco doch eine stattliche Anzahl Männer mit Hoops auf der Tanzfläche wiederfanden.

Aber zurück zur Show selbst: Beim Abholen des Blitzes wurde ich bereits vorgewarnt, dass die Batterien vielleicht nicht mehr so gut seien. Bei den Vorbereitungen zur Show stieg der Blitz dann auch prompt aus, aber zum Glück so früh, dass ich noch genügend Zeit hatte, um bei der nächsten Tankstelle einen neuen Satz Batterien zu besorgen. Aber vielleicht wäre das gar nicht nötig gewesen: Als die Show dann losging, musste ich bald feststellen, dass ein Blitz wohl doch nicht das geeignete Mittel für schnell wechselndes, buntes Bühnenlicht ist. Also wieder weg mit dem Aufsatz – Macht ja auch das Halten der Kamera angenehmer.

Paola Berton an der Galashow

Paola Berton an der Galashow

Die Show selbst wurde von Reni Hardmeiers Hoopklasse mit einer Gruppenperformance eröffnet. Ich finde es immer wieder toll zu sehen, wie man mit einfachen Tricks in einer Gruppe schnell interessante Bilder aufstellen kann, ohne dass alle die Supercracks sein müssen. Natürlich sieht eine Gruppenchoreographie mit lauter Profis nochmal ein gutes Stück besser aus, weil dann die Präzision deutlich höher ist, aber meiner Meinung nach braucht es das für Shows wie diese nicht zwingend, um sie geniessen zu können.

Henna Matanuska

Henna Matanuska

In der Folge traten dann insgesamt 5 Hoopkünstlerinnen auf. Ich war positiv überrascht davon, wie abwechslungsreich und unterschiedlich diese Tänzerinnen doch waren, obwohl sie alle nur dieses gleiche eine Gerät benutzten. Trotzdem waren die Stile und Ausrichten auch für den Laien deutlich zu unterscheiden – Meiner Ansicht nach ein klares Qualitätsmerkmal des Hoops. Ich erinnere mich nur ungern an den Abend an der EJC letztes Jahr, als vor der Feuershow die Einrad-Spezialisten ihren Europameister unter sich ausmachten und für uns Jongleure einfach kein Unterschied zwischen den Tricks der verschiedenen Fahrer sichtbar war. Dann lieber so wie beim Hoop.

hoopcon2014-galashow-49

Reni Hardmeier

Neben Renis Hoopklasse und den 5 Solohooperinnen gab es noch zwei weitere Nummern; Andeli von den Foyks zeigte eine schöne, ruhige Performance mit schneeweissen Giant Wings und Luzia Bonilla verzauberte das Publikum mit ihrer Aerial-Ring-Nummer. Eine gute Wahl, denn so wurde das naturgemäss hooplastige Programm wohltuend aufgelockert.

Luzia Bonilla

Luzia Bonilla

Ja, und wie war dieser Abend nun für mich an der Kamera? Anstrengend. Dadurch, dass das Licht ständig wechselt und man nie weiss, welche Pose wohl gleich eingenommen wird, probiert man Vieles aus und hofft, dass dabei am Schluss etwas Brauchbares auf dem Kamerachip gelandet ist. Ich schoss also in den etwa 60 Minuten rund 600 Bilder, von denen es nun 68 in die Schlussauswahl geschafft haben. Sowohl die Kamera als auch mein Kamera-Arm kamen dabei an ihre Belastungsgrenzen, sodass ich froh war, als die Show vorbei war. Deshalb gibts auch keine Partybilder, denn mein Arbeitstag war an der Stelle beendet.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *