Städte und Strassen im Süden

Nach den grandiosen Tagen im Zentrum Australien startete ich den zweiten Roadtrip meiner Reise, und dieser sollte deutlich länger ausfallen: Von Adelaide in Südaustralien nach Cairns im Nordosten war das Ziel, durch die Flüge vorgegeben in 38 Tagen. Zwischenstops hatte ich dabei noch keine gross eingeplant, ausser den fast unumgänglichen Städtebesuchen in Melbourne, Sydney und Brisbane. Der Routenplaner spuckt dafür übrigns rund 4’000 Kilometer aus, aber verteilt auf die 38 Tage klingt das doch eigentlich ganz gut machbar.

Ich kam also donnerstags in Adelaide an, holte meinen Mietwagen ab (Kostenpunkt: Schlappe 30 Franken pro Tag für einen ziemlich neuen, schnittig roten Hyundai Elantra), checkte im Hostel ein (wo ich erstmal von einer Schweizerin an den Rezeption begrüsst wurde), machte meinen ersten Abstecher in den Ozean und fuhr gleich schon am nächsten Morgen los Richtung Melbourne. Warum ich es so eilig hatte? Nun, wie ich von meinen Freunden in Melbourne wusste, findet dort jeweils Sonntag Nachmittag ein grosser Flow Arts Spin Jam statt, und das wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Ich brachte also in 3 Tagen wieder mal deutlich mehr als 1’000 km unter die Räder und quetschte die berühmte Great Ocean Road in einen Morgen rein. Zugegebenermassen könnte man dort noch viel mehr Zeit verbringen: Die Steilküsten bieten einen durchaus sehenswerten Anblick, Regenwald hat man auch nicht alle Tage, die Strände sahen alle ganz nett aus… Aber am meisten Spass hatte ich doch einfach daran, mit Tempomat der kurvigen Küstenstrasse entlang zu cruisen und alles an mir vorbeiziehen zu lassen. Ich fühlte mich frei und genoss das Gefühl, genau dort anhalten zu können, wo ich wollte. Und das war bei meiner Fahrlaune nun mal nicht oft, was denn auch die eher spärliche Anzahl Fotos von diesem Abschnitt erklärt. [37 Fotos]

In Melbourne selbst blieb ich dann ein paar Tage, die ich mit etwas Sightseeing, einigem Flow Arts Training und viel Faulenzen verbrachte. In den Tagen zuvor hatte ich meine Entscheidung bezüglich der weiteren Reisepläne getroffen und benötigte dringend etwas Entspannung, die ich mir so holte. Nach dem erfolglosen Versuch, am Donnerstag Morgen ein Ticket für den Burning man zu ergattern (Na, vielleicht klappts ja noch auf anderem Wege…), hatte ich aber auch wieder genug vom süssen Nichtstun und der pulsierenden Grossstadt mit so vielen Menschen. Ich fühlte mich eingeengt und wollte nur noch eines: Fliehen, am besten in die Natur.

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