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Mein Hut hat keine Ecken: Ein Nachruf

Das erste Mal gesehen und sogleich erstanden habe ich dich vor 2 Jahren auf der Fusion. Keck lagst du ganz oben auf der Zeltverstrebung dieses Kleiderstandes vor dem Trancefloor. Ich liess dich mir reichen, setzte dich behutsam auf, und schon war mir klar,  dass du mein werden solltest. Seither hast du mich treu begleitet. Doch nun bist du verschwunden.

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In den 2 Jahren bist du weiter herumgekommen als mancher Mensch, durftest 15 Länder auf 4 Kontinenten bereisen. Die Jahre machten sich bemerkbar, du warst zum Schluss bereits etwas zerzaust und in einer Grundform etwas geknickt, die Federn gebrochen. Aber das machte dich nur um so liebenswerter. Weder die heftigen Winde vor der Küste Marseilles oder im herbstlichen Sydney, noch die brütende Hitze von Kalifornien oder der Wüste Dubais konnten dir etwas anhaben. Nein, du hast die Sonne stoisch ertragen und mich vor ihr beschützt. Auch der Monsunregen von Singapur und die Urwälder Australiens beeindruckten dich nicht. Du nahmst die Nässe für mich auf und liessest mich trocken.

Manch Einer beneidete mich um dich. Du warst beliebt, durftest viele Häupter schmücken, und dabei warst du so höflich und zuvorkommend, dass du fast jeden deiner Träger glücklich und optisch interessant machtest. Auch als das soweit führte, dass du Stunden, Tage, ja fast Wochen einen fremden Skalp bedecktest, murrtest du nicht. Stattdessen sassest du da und tatest, was du am besten konntest: Du machtest Menschen glücklich.

Kürzlich, als wir wieder auf der Fusion waren, haben wir deine Hutmacherin getroffen. Sie war erfreut über deine weiten Reisen, neidisch gar auf deine zahllosen Erlebnisse. Und doch, vielleicht war es ein schlechtes Omen, deine Schöpferin wieder zu treffen? Im menschlichen, christlichen Glauben trifft man seinen Schöpfer ja erst nach dem Tod, im Englischen ist “to meet your maker” gar ein geflügtes Wort für das Ableben.

Und nun ist es also passiert: Ich habe dich verloren. Unwiederbringlich liegengelassen in einem unscheinbaren und deshalb unauffindbaren Restaurant im italienischen Südtirol.

Machs gut, mein lieber Hut.

Es ist soweit: Halbzeit

Halbzeit. Der Zeitpunkt meiner Rückkehr ist näher als der Zeitpunkt meines Abflugs. Und ich weiss gar nicht, warum ich diesen Tag ausgerechnet habe und ihn euch mitteile. Vielleicht ist es eine Erinnerung an mich selbst, dass ich mein Leben weniger nach Zahlen leben sollte. Ja, das klingt gut, oder?

Tag 54: Ein Monolog

Es ist Donnerstag Morgen, ich befinde mich in einem hell ausgestatteten Zimmer in Coogee, Sydney. 53 Nächte sind vergangen, seit ich loszog, um die Welt (oder mindenstens einige weit entfernte, mir unbekannte Teile davon)  zu sehen. Deren 88 werden noch folgen. Eigentlich kein schlechter Zeitpunkt für eine Bestandesaufnahme.

Ich bin müde.

In Neuseeland habe ich einen gesunden Mix zwischen Umherreisen und stationären Festivals erwischt. Der rasante Roadtrip voller herausragender Landschaften in der Einsamkeit hatte mich ausgelaugt, ich sehnte mich nach etwas Ruhe und… Menschen. Ja, auch ich, der Einzelgänger, der gerne und oft alleine Projekte und Reisen plant und durchführt, sehnte mich nach Mitstreitern. Die mir nahe stehen, die fragen, wie es mir geht und das nicht nur als Höflichkeitsfloskel verstehen. Mit denen man Erlebnisse teilen kann.

Ich fand sie. Auf den Festivals in Neuseeland, über 2 Wochen mit den selben tollen Menschen um mich herum. Und ich war glücklich, hatte eine wundervolle Zeit, spürte viel Kraft in mir, sprühte vor Kreativität, riss Projekte an. Ich genoss die Zeit sehr, war mir bewusst, wie gut es mir ging. Und dass das nicht immer so sein würde. Nach den Festivals verliess ich Neuseeland, geräuschlos weinend.

Es folgte Australien. Auch ein schönes Land, ich durfte auch hier unzählige Naturwunder bestaunen, manch eines rührte mich gar zu Tränen. Auch hier machte ich faszinierende Bekanntschaften. Aber aufgrund meiner Reisepläne und des steten Weiterfahrens sollten sie für den Moment alle nur kurz ausgelebt werden können.

Ich eile von Ort zu Ort, von Stadt zum Nationalpark und weiter in die nächste Stadt. Lerne Menschen flüchtig kennen und weiss, dass ich sie nie wieder sehen werde. Trinke einen Kaffee hier, esse einen Pie dort, genehmige mir ein lokales Craftbeer, oft mit dem Smartphone in der Hand. Es ist das kleine Fenster zur Welt der Menschen, nach denen ich mich sehne. Familie, Freunde, Feuerkünstler, Trinkkumpanen: Gute Gesellschaft, die mir nahe steht. Ich wurde bereits kritisiert, ich sei zu oft auf Facebook und schreibe zu viele Blogposts, so könne ich den Urlaub doch gar nicht geniessen! Dabei tue ich das doch nur, weil ich euch liebe.

Bald ist Mittag. Ich habe die Stadt noch fast gar nicht erkundet, das sollte ich wohl mal tun. Auch wenn ich müde bin. Etwas angewidert betrachte ich den Kalender: Die nächsten 2 Wochen werden ähnlich wie die letzten. Immerhin treffe ich unterwegs Menschen, die ich schon länger kenne, das wird mich aufheitern.  Und dann kommen ja wieder Zeiten mit weniger Reisehast: Tauchen in Cairns, Jonglierfestivals auf Bali, Meditationskurs in Sydney. Keine schlechten Aussichten.

Weiterhin zerbreche ich mir den Kopf darüber, wo und wie ich den letzten Monat verbringen soll. Ich beschliesse, dass der aktuelle Gemütszustand nicht der richtige ist, um weiter darüber nachzudenken, packe meine Jongliersachen in den Rucksack und fahre los, Sydney doch noch zu erkunden.

Mein erstes Mal: Reisen per Anhalter

In vielen Gesprächen mit Reisenden,  vor allem denjenigen jüngeren Alters, wurde mir gesagt, dass es in Neuseeland ziemlich leicht ist, per Anhalter von Stadt zu Stadt zu reisen. Nachdem ich zum Kiwiburn via Facebook eine Mitfahrgelegenheit gefunden hatte und auf dem Kiwiburn sowieso gefühlt die Hälfte der Besucher auch ans Luminte-Festival weiterzog und deshalb schnell eine Mitfahrgelegenheit fand, entschloss ich mich dazu, für die Rückreise vom Luminate-Festival den Daumen der linken Hand hochzuhalten.

Was man dazu wissen sollte: Luminate fand am Rand des Abel Tasman National Park beim Golden Bay an der Nordspitze der Südinsel statt – Alles klar? Ein Blick auf die Karte hilft! Von dort aus gibt es zwei etwa gleich lange Routen nach Christchurch, nämlich eher westlich über den Louis Pass oder eher westlich über Nelson, Blenheim, Kaikoura. Die westliche Route ist etwas schneller, aber führt vor allem durch unbewohntes Gebiet. Für den Anhalter bedeutet das, dass er eigentlich nur dann eine sinnvolle Mitfahrgelegenheit findet, wenn diese sowieso bis Christchurch fährt – Bei über 400 km Distanz etwas eher seltenes. Die östliche Variante ist etwas länger, aber hat einige grössere Städte auf dem Weg, wodurch ein etappenweises Fortkommen begünstigt wird.

Die zwei Wege vom Luminate nach Christchurch.

Die zwei Wege vom Luminate nach Christchurch.

Am letzten Festivalmorgen machte ich mich also früh auf den Weg zur Ausfahrtsstrasse, natürlich mit einem passenden Schild mit der Aufschrift “TO CHRISTCHURCH PLEASE ❤”. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, welche Route ich wohl nehmen würde, und hoffte einfach auf eine direkte Reise.

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Pretty pretty please?

Auto Nummer 1: Schon nach wenigen Minuten hielt eine Mitorganisatorin des Festivals an und bot an, mich wenigstens zur Hauptstrasse zu fahren – Sie müsse weiter nach Norden und ich nach Süden, aber so viel könne sie tun für mich. Ich nahm an. Im Nachhinein sollte sich das als eine eher schlechte Idee herausstellen, aber dazu später mehr.

Auto Nummer 2: Wenige Minuten später stand ich also an der Strasse von Takaka nach Motueka und hielt mein Schild hoch. Wieder dauerte es nicht lange, bis ein Festivalorganisator entlangfuhr und anbot, mich nach Motueka, dem nächsten grösseren Ort im Süden, mitzunehmen. Ich nahm an.

Auto Nummer 3: In Motueka angekommen, lief ich erst der Hauptstrasse entlang etwas weiter südlich, stadtauswärts. Kann ja nicht schaden. An einem Ort, wo Autos gut anhalten können, hielt ich also wieder mein Schild hoch: “TO CHRISTCHURCH PLEASE ❤”. Wieder dauerte es nicht lange, bis mich ein Inder mitnahm, dieses Mal nach Nelson.

Ich kam im Süden der Stadt an und wusste, dass der Highway nördlich des Stadtzentrums zu finden ist. Ausserdem hörte ich davon, dass man auf Highways nicht zu Fuss unterwegs und deshalb auch nicht Anhaltend dort stehen darf. Ich versuchte es also kurz vor dem Kreisel, der auf den Highway führt. Ziemlich erfolglos allerdings, dafür wurde ich nach etwa einer Viertelstunde von 2 Radfahreren darauf hingewiesen, dass ich es ein paar hundert Meter weiter westlich versuchen sollte. Ich bedankte mich, buckelte meinen Rucksack und marschierte los.

Auto Nummer 4: Der Tipp der Radfahrer erwies sich als hilfreich, es dauerte etwa 10 Minuten bis zum nächsten Angebot: Nach Tahunanui. Das sei zwar nur 10 Minuten weiter, aber immerhin in die richtige Richtung – Der Fahrer meinte damit den westlichen Weg. Ich aber war mehr auf den östlichen Weg fixiert. Egal, wenigstens stand ich mal am Highway. Und so verboten sah das gar nicht aus.

Auto Nummer 5: Ich wechselte also die Strassenseite. Mittlerweile war ich knapp 3 Stunden unterwegs, und so ganz ohne Frühstück war ich langsam hungrig. So viel Wasser hatte ich auch nicht mehr, aber die Tankstelle war mir zu teuer. Ich verzichtete also, stand an der Strasse, und wurde bald mitgenommen: Wieder nach Nelson, aber dieses Mal zu einem Parkplatz gerade östlich der Stadt. Ein Ort, an dem aller Verkehr nach Osten durchkommt. Prinzipiell der ideale Ort!

Nur leider war ich nicht der einzige, der so dachte. Wir sassen zu siebt dort, und niemand hielt an. Mir mit dem Christchurch-Schild wurde signalisiert, ich solle auf die andere Seite der Strasse – Verständlich, ist die westliche Route doch die schnellere. Auch nur mit Daumen und ohne Schild blieb ich erfolglos (wie alle anderen auch in der Zeit, als ich da war). Ein neuer Plan musste her. Mittlerweile bereute ich es, das Festivalgelände ohne eine direkte Fahrt verlassen zu haben, denn das wäre dort bei der Menge an zuvorkommenden Menschen vermutlich echt nicht schwierig zu finden gewesen.

Ich entschloss mich dazu, es nochmal dort zu versuchen, wo Auto Nummer 4 mich aufgegabelt hatte, nur dieses Mal direkt am Highway. In der Mittagssonne und mittlerweile ohne Wasser war dieser Marsch dann doch anstrengender als gedacht, so langsam musste ich mir Gedanken um Verpflegung machen. Eigentlich nicht langsam, sondern ziemlich schnell, aber ich ignorierte dies geflissentlich.

Auto Nummer 6: Am erwähnten Ort traf ich zwei weitere Anhalter. Hmpf. Wir konnten uns jedoch kaum gegenseitig vorstellen, als bereits ein Wagen vorfuhr: Ein junger Neuseeländer machte uns darauf aufmerksam, dass wir keinen günstigen Ort gewählt hatten, aber er fahre uns gerne zum idealen Ort. Er selbst fahre weiter nach Motueka. (Da war ich doch schon!) Nachdem wir noch das Missverständnis geklärt hatten, dass wir nicht zu dritt unterwegs waren, entschlossen sich die anderen beiden, mit ihm eben nach Motueka zu fahren. Ich musste aber immer noch nach Christchurch. Also fuhr er mich zu dem Ort am Highway, wo wirklich alle Autos der Region Motueka-Richmond-Nelson durchfahren müssen, wenn sie die westliche Route nach Christchurch nehmen wollen. Ausserdem wurde meine Wasserflasche aufgefüllt, hallelujah!

Es war mittlerweile kurz vor 2 Uhr nachmittags, als ich dann dort sass und Schild plus Daumen hochhielt. Frisch gestärkt mit Wasser und Schoko-Cookies war ich sehr motiviert, zumal hier nur ein anderer Hitchhiker sein Glück versuchte und dieser hinter mir stand. Ich stand also da, lächelte, suchte Blickkontakt… und alle fuhren sie an mir vorbei. Ich versuchte es stehend, sitzend, mal weiter draussen in der Strasse, mal ganz am Rand, mal mit Schild, mal ohne, mal mit Daumen, mal ohne. Vroooom, alles fuhr vorbei. Die einseitige Belastung des Daumen-Hochhaltens gepaart mit der Müdigkeit von über 2 Wochen im Zelt zu schlafen führte dazu, dass mir bald mal der Rücken zu schmerzen begann. Also noch ein Haltungswechsel.

Nach einer guten Stunde machte ich mir die ersten Gedanken, wie ich wohl am schlausten wieder in die Stadt kommen würde, und wie lange ich es wohl noch probieren würde. Vroooom, alles fuhr vorbei. Ob ich wohl doch einfach auf die andere Strassenseite sollte, in die Stadt, um dann am nächsten Tag den Bus zu nehmen…? Mittlerweile war es 6 Stunden her, dass ich das Festivalgelände verliess, und ich sass auch bereits in 6 verschiedenen Autos, aber so wirklich weit gekommen war ich noch nicht. Vielleicht etwa 20% der Strecke, es lagen noch 400km vor mir.

Auto Nummer 7: Ich hätte es fast nicht gemerkt, dass die beiden jungen Deutschen doch tatsächlich angehalten haben. Ich weiss nicht mehr genau, warum ich mich umdrehte, aber da standen sie, luden das Gepäck in ihrem Wagen um. Ja, sie fahren nach Christchurch und nehmen mich mit. Jackpott! Überglücklich stieg ich ein, wir fuhren los, unterhielten uns, alles war perfekt.

Hier könnte meine Anhaltergeschichte zu Ende sein. Der Anhalter-Teil der Geschichte ist es auch, aber der Tag sollte noch die eine oder andere unerwartete Wendung mit sich bringen… Mehr dazu im nächsten Eintrag in nicht all zu ferner Zukunft.

Der stete Wandel: Ein Auszug meiner letzten 10 Jahre

Es muss Anfang 2004 gewesen sein, als ich anfing, Metal zu hören. Damals verfolgte ich Computerspielturniere via Internetradio, denn Videostreaming gab es noch nicht. Die Kommentatoren der Spiele liessen jeweils Musik zwischen den Spielen laufen, und irgendwie gefielen mir da auch die härteren Sachen gut. Ich begann auch auf meinem MP3-Player öfter Metal zu hören, vor allem das leicht zugängliche, melodische Material. Nightwish, Amon Amarth, In Flames dürften es gewesen sein. Im Sommer traten dann In Extremo und Nightwish bei einem in der Nähe stattfinden Open Air auf, und ich schloss mich einer Gruppe von Freunden an, um meine ersten Metalkonzerte zu hören. Bis zu diesem Zeitpunkt trug ich die Haare kurz, meistens maschinell im Zentimeterschnitt gehalten. Mir gefiel jedoch das Headbangen, also war klar: Lange Haare mussten her!

Im Herbst fing ich dann an zu studieren. Die Haare wie auch mein Fachwissen wuchsen schnell und hatten bald ein prächtiges Volumen. Mein Kleidungsstil war mittlerweile auch fast ausschliesslich schwarz, nicht zu jedermanns Freude. Aber ich fühlte mich wohl, sowohl in der musikalischen Subkultur als auch in meinem Studium. Ich begann mich auf ein Fachgebiet zu spezialisieren und war gleichzeitig immer mehr angetan von komplexer, progressiver Musik.  Schräge Harmonien, komplizierte Rhythmuspatterns, unübliche Songstrukturen – Die Anziehung und Faszination war gewaltig. Schnell beherrschte ich die Kunst, die mittlerweile sehr ausgeprägte Matte auf einen 7/8-Takt zu schwingen. Den harten Death und Black Metal mochte ich zwar immer noch, aber deren Bedeutung in meinem Hörverhalten veränderte sich von definierend zu begleitend.

Mit Abschluss des Studiums und Beginn des Doktorats und dem sich breiter entwickelnden Musikgeschmack fanden langsam auch wieder erste Farbtupfer in meine Garderobe. Und schon bald lernte ich Poi und das Feuerspielen kennen, die einen ähnlich krassen Einschlag in mein Leben haben sollten wie zuvor der Metal. Ich fand wieder zurück zur elektronischen Musik, die ich damals vor dem Metal hörte, und trug immer weniger schwarz. Ich begann, mehr mit den Haaren zu experimentieren, kürzte sie mindestens zwei Mal auf schulterlang. Den Metal trug ich immer noch in mir, aber die Musik verlor nach und nach ihren zentralen Stellenwert, wurde abgelöst vom Feuertanz. Statt etwa 50 Konzerten pro Jahr  zu besuchen und ständig nach neuem musikalischen Input zu suchen, trainierte ich viel und bestaunte die grossen Feuerspielmeister auf Youtube.

So finden sich also heute in meinem Kleiderschrank schwarze Kapuzenpullis neben bunten weiten Hippiehosen und einem wachsenden Teil an stilvoller Kleidung. Auf meinem Musikplayer rotieren die verschiedensten Alben und Werke, von Schostakowitsch über Panzerballett und Godspeed You! Black Emperor zu Ane Brun und Efterklang, zu Bonobo und Flying Lotus. Ich bin auf Goafestivals und Metalkonzerten, auf Feuerspielerconventions oder im Schauspielkurs anzutreffen. Das Doktorat ist erfolgreich abgeschlossen – abgesehen vom Einreichen der Pflichtexemplare, weshalb ich mich auch offiziell noch gar nicht Doktor schimpfen darf. Bald geht es los auf die bisher längste Reise meines Lebens, die sicher wieder einiges an meinem Leben verändern wird.

Und die Haare? Die sind ab. Ich trage nun, wo ich definitiv kein Student mehr bin, Glatze.

Reiseplanungen – Nach Osten statt Westen

Es ist ja nun doch schon einige Zeit her, dass ich das Bewerbungsvideo für Performers Without Borders hochgeladen habe. In der Zwischenzeit hat sich mittlerweile auch etwas getan, aber leider erhielt ich schliesslich doch eine Absage. Besonders verwunderlich ist das nicht, denn meine Defizite im Bereich Spanisch, Erfahrungen im Arbeiten mit Kindern und Erfahrungen mit Wohnen in Drittweltländern lassen sich nicht wegdiskutieren. Das alleine wäre an sich nicht besonders schlimm, denn alle anderen benötigten Skills bringe ich definitiv mit. Die Organisation bestätigte mir auch, dass ich nicht grundsätzlich zu wenig qualifiziert sei. Aber leider musste PWB eines ihrer drei Projekte aufgrund der Ebola-Epidemie in Sierra Leone absagen, während gleichzeitig ein ähnliches Projekt in Thailand, der Spark Circus, 2015 eine Pause einlegt. Wenn sich also gleich viele Künstler auf plötzlich halb so viele Projekte bewerben, werden nur noch diejenigen genommen, die wirklich aussergewöhnlich gut sind. Nunja.

Dass eine Absage nicht unrealistisch ist, war mir von Anfang an bewusst. Deshalb habe ich mir einen weiteren Plan zurecht gelegt, der nun zur Umsetzung kommt. Und zwar werde ich statt in den Westen in den Osten reisen und ab Anfang Januar während insgesamt gut 4 Monaten Neuseeland, Australien, Bali und eine noch nicht fixierte, vierte Destination (Tibet? Ich bin  sehr interessiert an deren traditioneller Meditation…) bereisen. Klingt auch nicht schlecht, oder? Kostet halt alles etwas mehr als Nicaragua, aber mein Budget reicht glücklicherweise auch dafür. Falls also jemand Tipps für die erwähnten Länder und Orte hat, nur raus damit! Momentan ist noch nicht vieles fixiert.

Nur, dass ich plane, viel Spass zu haben.

Spring Recap: Fazit und Ausblick

Und nun, was bleibt?

Viele gute Erinnerungen an eine meistens schöne, manchmal leidvolle, schwierige Zeit. Das Niederschreiben der Erlebnisse und manchem Gedanken hat in mir Blockaden gelöst, die mich zuvor unglücklich machten. Ich bin dabei in einen beinahe unaufhaltsamen Schreibfluss gekommen und ich merke, dass es mir viel Spass bereitet, diese Geschichten zu erzählen. Ich hoffe, ich kann diesen Elan ausnutzen, auch wenn die Schreib-Frequenz nun naturgemäss abnehmen wird – Ich muss ja erst mal wieder etwas erleben.

Aber dafür sollten sich auch in den kommenden Monaten genügend Themen ergeben: Mit Foyk feiern wir bald 20 Jahre Jugglux in Winterthur, Anfang September folgt endlich der Glockenspieler, und daneben werden die Proben mit dem Magnetic Madness Ensemble wieder aufgenommen. Ausserdem ackere ich mich gerade durch Bewerbung bei den Performers Without Borders, um dann hoffentlich Anfang Januar zu diesem Projekt abreisen zu können.

In meinem beruflichen Leben hat der Schlussspurt zur Verteidigung begonnen, vielleicht ergibt sich auch dort der eine oder andere Beitrag. Schliesslich wird man nicht jeden Tag Doktor.

Langweilig wird mir also nicht.


And I Do.

Spring Recap: Juli 2014

Nach dem feurigen Juni war der Juli dann ganz anderer Natur: Kaum Proben, aber dafür gabs genügend anderes zu tun, so dass dieser Eintrag der längste dieser Reihe wird.

Gleich Anfang Juli hatte die AVETH wieder einmal zum Beach Soccer Turnier beim Home of Fifa eingeladen. Wir hatten schon bei den letzten beiden Austragungen ein starkes Team von Mathematikern zusammengestellt und waren beide Male recht erfolgreich, aber zum Sieg hatte es nie gereicht. Dieses Jahr sollte dies anders sein: Mit nur ausgezeichneten Fussballern ausgestattet starteten wir mit einem relativ knappen 2:1 ins Turnier, aber von da an wurden die Resultate bis zum finalen 4:0 im letzten Spiel nur noch besser. Turniersieg! Die gewonnene Flasche Champagner wartet immer noch bei mir zuhause auf den Siegestrunk, aber der sollte im August bald mal stattfinden. Leider verfüge ich zu diesem Zeitpunkt nicht über die vielen Fotos, die geschossen wurden, ich reiche sie bei Gelegenheit nach.

In der Zwischenzeit wurde ich zwei mal interviewt: Eine Bildungsredakteurin des Tagesanzeigers interessierte sich für die Assistenzarbeit, die wir Doktoranden an der ETH und Uni Zürich leisten. Der Artikel ist mittlerweile auch online verfügbar und meines Erachtens gut gelungen; Dieses Thema wird doch seltener beleuchtet, birgt aber auf persönlicher Ebene ein enormes Entwicklungspotential. Es macht sich im Lebenslauf sehr gut, die anfallende Arbeit von etwa einem Dutzend Vorlesungen auf 40 Assistenten und 60 Hilfsassistenten (die man erst noch aus rund 120 Kandidaten auswählen musste) verteilt zu haben. Und nebenbei bemerkt mach mir die Lehrarbeit ja auch unheimlich viel Spass!

Das zweite Interview war dann zum Thema Feuerspielen und wurde Anfang Juli bei Radio Freiburg ausgestrahlt. Thomas und ich standen Red und Antwort über die Faszination des Feuerspiels, unseren Antrieb für dieses nicht ungefährliche Hobby und was für Ziele wir dabei verfolgen. Beide Interviews zu je etwa 3 Minuten finden sich auf unserer auf unserer Homepage.

Mitte Juli durfte ich dann endlich eine der wichtigsten mathematischen Institutionen des letzten halben Jahrhunderts aufsuchen: Das IHES bei Paris. Mein Doktorvater und einer seiner Ko-Autoren hatten eine qualitativ unübertreffliche Sommerschule zu meinem Forschungsgebiet, der analytischen Zahlentheorie, organisiert, und alle Superstars waren dem Ruf gefolgt. Für mich, kurz vor Abschluss des Doktorats und ohne Ambitionen einer Forschungskarriere, war der mathematische Inhalt zwar nicht so relevant, aber es tat gut, all die Leute aus dem beruflichen Netzwerk der letzten Jahre wieder zu sehen. Noch dazu an einem so wunderbar ausgestatteten Ort wie dem IHES. Ein sehr angenehmer Seminarsaal, ein wunderschöner Garten, ruhige Arbeitsplätze, und viel Zeit zwischen den Talks.

Gärten des IHES. Bures-sur-Yvette, Juli 2014

Gärten des IHES. Bures-sur-Yvette, Juli 2014

Die Reise hat viele Erinnerungen hervorgerufen, denn wir Doktoranden waren in einem Wohnheim der Uni Paris XI untergebracht – In so einem hatte ich vor 5 Jahren während meiner Masterarbeit an selbiger Uni schon einmal für 4 Monate gewohnt. Nicht alle Erinnerungen daran sind gut, aber dieses Mal mit mehr Geld zur Verfügung und einem kürzeren Aufenthalt liess es sich ganz gut aushalten. Auch wenn die Zimmer immer noch sehr klein sind, das Internet auf alle mögliche Weisen eingeschränkt ist und meine fast volle Lush-Shampooflasche aus der Gemeinschaftsdusche gestohlen wurde…

Cause no matter how small your chamber and how packed the schedule, there's always room for some yoga and flow arts. Juli 2014

Cause no matter how small your chamber and how packed the schedule, there’s always room for some yoga and flow arts. Juli 2014

Dafür fiel der 14. Juli in die Mitte der Konferenz, und das Spektakel in der Hauptstadt konnte ich mir nicht entgehen lassen. Zusammen mit ein paar anderen Konferenzteilnehmern fuhren wir am Nachmittag in die Stadt zum Champs de Mars, dem Park direkt beim Eiffelturm, wo die abendlichen Festivitäten stattfinden würden. Bereits um 18 Uhr war der Park fast voll, obwohl vor 21 Uhr noch gar nichts los war. Wir hatten aber ziemlich gute Plätze für das famose Concert de Paris, unter Anderem mit dem Orchèstre National de France und Anna Netrebko, und natürlich für das anschliessende Feuerwerk. Und das hatte es echt in sich, denn so ein 300 Meter hoher Turm macht sich echt verdammt gut als Abschussplattform für Feuerwerk. Da können die normalen See- und Bergfeuerwerke nur einpacken! Mein persönliches Highlight waren aber die beiden Akrobaten, die in weissen LED-Anzügen am Turm herumgeturnt sind – Während des Feuerwerks! I wanna do that too!

Concert de Paris am 14. Juli 2014

Concert de Paris am 14. Juli 2014

Nach dem Feuerwerk hiess es dann, möglichst schnell zur RER zu rennen, denn die Letzte fuhr um halb eins und es war bereits deutlich nach halb zwölf, als das Feuerwerk fertig war. Bei den Menschenmassen war es auch gar nicht einfach, sich einen Weg vom Champs de Mars zur RER B zu bahnen, aber schliesslich konnten wir bei Saint-Germain-de-Près eine Metro nach Denfert-Rocherau nehmen. Dort angekommen bibberten wir erst noch, ob wir überhaupt Platz im sicherlich gut gefüllten Zug erwischen würden, aber das stellte sich als kein Problem heraus. Nebenbei haben wir dafür bemerkt, dass wir mit der nächsten Metro 3 Minuten später den Anschluss gerade verpasst hätten… Oops, Schwein gehabt!

In den darauf folgenden Wochen stellte ich meine letzte Prüfung fertig, die Mitte August stattfinden wird, und organisierte noch viele kleinere Dinge für die Zukunft, bevor es dann Ende Juli endlich in den wohl verdienten Urlaub ging.


Es bleibt die schmerzhafte Erkenntnis, dass Du nur spielen wolltest. Du hattest mich gewarnt, ich habe Dir nicht geglaubt. Ich wollte mehr als nur spielen. Du konntest alles haben, wenn Du nur wüsstest was Du wirklich wolltest. Aber Du willst offenbar nicht wissen müssen, sondern lieber weiter spielen. Ich bezweifle, dass Du so das Glück findest, dass Du suchst. So sehr ich es jedem, auch Dir, gönnen mag.

Und ich? Ich steige wieder auf, hoch in die Lüfte, etwas ängstlich zwar, mich vor falschen Stürmen hütend. Noch habe ich das Ziel am Horizont nicht ausgemacht, aber ich weiss nun, dass ich es suchen muss – Es findet sich nicht durch blosses Treiben lassen. Nur mit einem Ziel dann kann ich abwägen, welcher Wind mich dort hin tragen kann. Du warst es nicht, auch wenn der Flug in Deinen Luftstössen unvergesslich schön war. Das jähe Ausbleiben jeglicher Unterstützung Deinerseits aber kam unverhofft und zeigt mir vor allem eines: Ich bin für Besseres bestimmt.

Spring Recap: Juni 2014

Der Juni, erster Monat der vorlesungsfreien Zeit, war dann für mich eine äusserst leidvolle Zeit (siehe Kursivtext unten), in der ich aber durch vieles Feuerspielen trotzdem immer vorwärts kam. “Viel” bedeutet in diesem Fall: An 16 Abenden im Juni stand bei mir entweder eine Show oder eine Probe an! Aber der Reihe nach:

Gleich am ersten Juni-Wochenende waren wir zu zweit für eine Show im Hotel Uto Kulm gebucht. Nach etwas Hin und Her wegen Räumlichkeiten, Soundanlagen und Transport stand dann fest, dass wir eine Indoor-LED-Show im UV-Licht spielen würden – Ähnlich, wie wir es bei der Nachhaltigkeitswoche draussen getan hatten. Da der Üetliberg autofrei ist, aber wir doch ordentlich Material anschleppten, stellte uns das Hotel tatsächlich einen Shuttleservice vom Bahnhof zum Gipfel zur Verfügung. Der Shuttleservice bestand dann aus einem kleinen, wendigen Elektromobil. Der einzige passende Ausdruck dafür ist wohl das Schweizerdeutsche “hääärzig”. Oben angekommen gab es dann etwas Verwirrung, wann wir genau spielen sollten, bis wir nach 3 neuen Terminen und immer wieder vorkommender Verspätung schlussendlich doch ziemlich genau zur ursprünglich abgemachten Zeit spielten. Erfreulicherweise war das Publikum sehr engagiert und hat uns ordentlich angepeitscht, so dass wir gar noch eine kleine Zugabe spielten, was eher weniger üblich ist.

Daneben standen in der Zeit weitere Proben fürs Burning Mountain und den Glockenspieler an. Beim Burning Mountain musste es nun wirklich voran gehen, da das Festival ja Ende Juni stattfand. Wir probten unermüdlich mit und ohne Kostüme, bis wir gerade noch so fertig wurden mit einem flüssigen Ablauf und sitzenden Übergängen. In der Zwischenzeit mussten wir uns auch noch auf einen Namen einigen, bei dem nach langer Diskussion und viel hin und her endlich “Magnetic Madness Ensemble” feststand. Dazu brauchten wir auch noch ein Promofoto, bei dem ich auch mal wieder meine Retuschierkünste auspacken durfte:

Magnetic Madness Ensemble. Juni 2014

Magnetic Madness Ensemble. Juni 2014

Teil der Materialauslage des Magnetic Madness Ensembles. Juni 2014

Teil der Materialauslage des Magnetic Madness Ensembles. Juni 2014

Auch beim Glockenspieler ging es gut voran, wir hatten die ersten Gesamtproben mit allen anderen Beteiligten. Natürlich wurde dabei wieder einiges umgestellt, denn bei so einem grossen Projekt entstehen die Abläufe immer erst durch die Proben. Jedenfalls scheint das Konzept aufzugehen – Aber ob das Publikum davon auch so begeistert sein wird wie wir? Man wird sehen.

Bühne von "Die Glockenspieler". Juni 2014

Bühne von “Die Glockenspieler”. Juni 2014

Und dann kam endlich das Festival, auf das wir uns schon lange vorbereitet hatten: Burning Mountain! Thomas und ich machten uns am Donnerstag als erste auf den Weg, fanden nach etwas suchen auch einen hervorragenden Zeltplatz direkt bei den Drogencheck-Experten von rave it safe, mit denen wir über das Festival hinweg eine äussert gute Nachbarschaft hatten. Auch unsere Bändel bekamen wir ohne grössere Probleme, also gönnten wir uns erstmal ein Abendessen. Im Verlauf der Nacht trafen dann auch noch die meisten anderen von unserer Gruppe ein. Leider war am Donnerstag erst die kleine Zeltbühne geöffnet, so dass wir unseren einzigen freien Abend nicht besonders ausreizen konnten.

Am Freitag belebten wir dann den Platz vor der Bühne mit unseren Flow Arts und konnten dabei auch den einen oder anderen Spieler hervorlocken. In der Zwischenzeit hatten wir auch unsere etwas spärlichen Bons erhalten, die dann noch dazu nicht an allen Ständen akzeptiert wurden. Liebe Orgas, da könnt ihr definitiv nachbessern! Gegen Abend gings dann aber auch schon bald los mit den Vorbereitungen: Umziehen, Schminken, Materialtransport, Tools tränken. Noch einmal kurz zusammen zur Ruhe kommen, Energie beschwören, und los geht’s!

Magnetic Madness Ensemble @ Burning Mountain Festival. Juni 2014 (Bildnachweis: Mysticalpics.ch)

Magnetic Madness Ensemble @ Burning Mountain Festival. Juni 2014 (Bildnachweis: Mysticalpics.ch)

Am Samstag gabs dann nochmal das Selbe in Grün, an einer etwas anderen Stelle auf dem Gelände und mit einer anderen Energie, da in unserem Ensemble nicht alles so harmonisch klappte wie erhofft. Trotzdem war die Show nicht schlecht, wie ich finde, denn gewisse Abläufe und Übergänge haben deutlich besser geklappt als tags zuvor.

Ich war nach den Shows jeweils nudelfertig und ging deshalb meistens recht bald nach den Nachbereitungen (Materialtransport, umziehen, abschminken) recht bald schlafen. Auch dem Sonntag auf dem Gelände konnte ich dann nicht mehr viel abgewinnen, da das ganze Wochenende viele Kräfte gezehrt hat. So brach ich dann am Sonntag auch schon bald und vor den Anderen auf, was den für mich angenehmen Nebeneffekt hatte, dass ich so dem später eintreffenden, grossen Regen entrinnen konnte.


“Klassisch Frau” nennst Du das also, nicht zu sagen was Du willst. Du nimmst mir den Wind aus den Segeln, schneller als Du ihn gegeben hast. Lässt mich fallen, plötzlich und von ganz oben. Nicht einmal ein lauer Windstoss ist während meines Falles zu vernehmen. Wie kannst Du so herzlos sein? Bedeutete es Dir alles nichts? Feuer sorgt für Auftrieb, ich labe mich daran, es gibt mir Halt. Ich meine Dich zu sehen, dabei hast Du mich längst vergessen. Dann ist das Feuer aus. Nichts bleibt ausser Schmerz.

Spring Recap: Mai 2014

Der Mai hatte es dafür dann in sich: Gleich am ersten Wochenende trafen sich die Schweizer Feuerspieler zum ersten Swiss Flow Arts Retreat im Tessin, organisiert von Joseph und Thomas – Herzlichen Dank euch beiden! 4 Tage lang durften wir voneinander lernen, über die Schweizer Szene diskutieren, Pläne schmieden und Freundschaften knüpfen. Einige Sachen beginnen auch bereits Früchte zu tragen, und in mir schwebt immer noch die rpositive Energie, dass wir gemeinsam Vieles verwirklichen können. Zum Beispiel problemlos die ausstehenden Kosten des Retreats mit einer Kollekte nach einer Feuershow reinholen und dabei die gefühlt halbe Bevölkerung eines Bergtals zu begeistern.

Centro Arte, Cabbiolo, Mai 2014

Centro Arte, Cabbiolo, Mai 2014

Feuershow am Swiss Flow Arts Retreat. Mai 2014

Feuershow am Swiss Flow Arts Retreat. Mai 2014

Gleich das Wochenende darauf stand dann die FS-Con auf dem Programm. Die Convention findet auf dem wunderbaren Sensenstein bei Kassel statt, der wie gemacht für diese Convention ist: Grosse Rasenflächen, Zeltplatz zwischen schützenden Bäumen, Dreifachturnhalle mit ausreichend sanitären Anlagen, Essmöglichkeiten, und für die nicht so wetterfesten unter uns auch Mietszimmer. Wie immer war das Workshopprogramm mehr als voll, so dass man sich zu schmerzhaften Endscheidungen durchringen musste. Ich verfolgte dieses Mal vor allem Workshops, in denen an Bewegung und Ausdruck gearbeitet wurde. Meine Erfahrungen zeigen doch, dass man damit noch viel mehr herausholen kann als durch mehr Technik. Leider war dieses Wochenende ziemlich verregnet, so dass auch die Galashow in die Turnhalle verschoben musste und der legendäre FS-Con-Firespace nur spärlich bespielt wurde. Grosses Kompliment jedoch an die Gala-Acts, die fast alle klaglos auf Indoor und LED umgestiegen sind!

In der Zwischenzeit hat Foyk weiter an der Partnerpoi-Choreographie gefeilt, die dann Anfang Juni erstmals aufgeführt werden sollte. Also haben die beiden von uns, die die Choreo als erstes brauchten, flugs die finalen Details festgelegt und ordenlich geprobt, während wir anderen beiden eine Fächer-Choreo für einen anderen Auftritt auffrischten. Glücklicherweise wurde in dieser Zeit der Raum neben unserem Atelier gerade nicht gebraucht, so dass beide Paare parallel mit Musik proben konnten.

Ende Mai fand ausserdem der Departementsausflug des D-MATH statt: Wir besuchten das Weinbaumuseum auf der Halbinsel Au. Spannende Sache, dieser Weinbau, aber irgendwie liegt mir mittlerweile das Bierbrauen deutlich näher. Für den Preis einer guten Flasche Wein kriegt man einfach deutlich mehr Craft Beer der Qualität “Weltklasse”, welches erst noch in einer ungleich grösseren Vielfalt existiert. Item: Ich konnte den Ausflug nutzen, um erneut meine Ideen bezüglich der beruflichen Karriere bei den richtigen Personen platzieren und hoffe, dass das dann nächstes Jahr so klappt, wie ich mir das vorstelle. Daumen drücken ist angesagt!

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D-MATH Departementsausflug. Mai 2014


Du sagst, Du spürst nichts, aber Du wollest etwas spüren. Deine Worte drehen sich unaufhörlich in meinem Kopf. Was ist passiert, und warum? Du kannst nicht erklären, bietest Dein Mitleid an. Mehr kannst Du mir nicht geben, auch zu Deinem Bedauern.  Wir geben Uns Zeit, in der klammen Hoffnung, es führe zu mehr als nichts.