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Mein Hut hat keine Ecken: Ein Nachruf

Das erste Mal gesehen und sogleich erstanden habe ich dich vor 2 Jahren auf der Fusion. Keck lagst du ganz oben auf der Zeltverstrebung dieses Kleiderstandes vor dem Trancefloor. Ich liess dich mir reichen, setzte dich behutsam auf, und schon war mir klar,  dass du mein werden solltest. Seither hast du mich treu begleitet. Doch nun bist du verschwunden.

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In den 2 Jahren bist du weiter herumgekommen als mancher Mensch, durftest 15 Länder auf 4 Kontinenten bereisen. Die Jahre machten sich bemerkbar, du warst zum Schluss bereits etwas zerzaust und in einer Grundform etwas geknickt, die Federn gebrochen. Aber das machte dich nur um so liebenswerter. Weder die heftigen Winde vor der Küste Marseilles oder im herbstlichen Sydney, noch die brütende Hitze von Kalifornien oder der Wüste Dubais konnten dir etwas anhaben. Nein, du hast die Sonne stoisch ertragen und mich vor ihr beschützt. Auch der Monsunregen von Singapur und die Urwälder Australiens beeindruckten dich nicht. Du nahmst die Nässe für mich auf und liessest mich trocken.

Manch Einer beneidete mich um dich. Du warst beliebt, durftest viele Häupter schmücken, und dabei warst du so höflich und zuvorkommend, dass du fast jeden deiner Träger glücklich und optisch interessant machtest. Auch als das soweit führte, dass du Stunden, Tage, ja fast Wochen einen fremden Skalp bedecktest, murrtest du nicht. Stattdessen sassest du da und tatest, was du am besten konntest: Du machtest Menschen glücklich.

Kürzlich, als wir wieder auf der Fusion waren, haben wir deine Hutmacherin getroffen. Sie war erfreut über deine weiten Reisen, neidisch gar auf deine zahllosen Erlebnisse. Und doch, vielleicht war es ein schlechtes Omen, deine Schöpferin wieder zu treffen? Im menschlichen, christlichen Glauben trifft man seinen Schöpfer ja erst nach dem Tod, im Englischen ist “to meet your maker” gar ein geflügtes Wort für das Ableben.

Und nun ist es also passiert: Ich habe dich verloren. Unwiederbringlich liegengelassen in einem unscheinbaren und deshalb unauffindbaren Restaurant im italienischen Südtirol.

Machs gut, mein lieber Hut.

Ich bin (fast) da, der Sommer kann kommen

Heute fahre ich also nach Hause. Der geneigte Leser mag sich die Frage stellen, wodurch sich meine Heimkehr denn auf dieses heutige Datum bedingt. Diese Frage ist in der Tat berechtigt, trete ich doch meine nächste Arbeitsstelle erst im August an und verfüge auch über die nötigen finanziellen Mittel, dass ich die Reise nicht jetzt zu Ende kommen lassen müsste. Der Grund ist also nicht bei den üblichen Reiseabbruchkriterien zu suchen.

Und dann erinnert man sich daran, dass ich dieser Blog ja einen Untertitel trägt. “Abenteuer aus der Welt eines Feuerkünstlers”. Abenteuer habe ich in den letzten Monaten in Hülle und Fülle erlebt und von einigen auch berichtet, aber der Feuerspieler blieb etwas oft auf der Strecke. Dies hole ich nun nach, mein Kalender ist reichlich voll. Zu sehen gibts mich diesen Sommer an folgenden Veranstaltungen:

Ausserdem sind einige Conventions geplant:

Ich fürchte, mir wird nicht langweilig.

Die Sache mit den Fotos

Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich im Zug nach Hause. Es dauert zwar noch eine ganze Weile, bis ich da bin, ganz zu Ende ist die Reise noch nicht. Die Zugfahrt dauert nämlich etwa 2 Tage und führt mich von Umeå im Norden von Schweden in die Schweiz. Und ich darf euch berichten, dass ich nicht ganz untätig war, auch wenn hier im Blog davon bisher nichts sichtbar ist.

Ich habe mich in den letzten Tagen und Wochen vor allem der riesigen Fotosammlung gewidmet, die in den fast 5 Monaten entstanden ist. Über 5’000 mal klappte der Spiegel der Kamera um, fast 1’500 Fotos haben es in die Bildergalerie geschafft, und natürlich erschlägt das jeden, der diese Zahlen sieht. Deshalb habe ich weiter aussortiert und zwei Querschnittsgalerien erstellt:

  • Die erste enthält die 175 Fotos der gesamten Reise, die mir besonders gut gefallen. Alle Bilder sind mit einer englischen und einer deutschen Erklärung versehen, die den Kontext oder den Inhalt beschreiben.
  • Die zweite Galerie ist noch einmal deutlich knapper gehalten und enhält meine 22 Lieblingsbilder, vor allem aus fotografischer Perspektive.

Viel Spass beim Durchschauen!

Dubai.

Am Flughafen von Singapur sah ich eine Destination, die ich schon länger nicht mehr besucht hatte: Zürich. Ein wohlig-warmes Gefühl machte sich breit. Schon bald würde es nach Hause gehen… Aber erst stand noch eine anderes Ziel auf dem Programm: Dubai. Den dortigen Flughafen kannte ich ja schon von der Hinreise, nur würde ich ihn dieses Mal über den regulären Ausgang verlassen und nicht in einem startenden Flugzeug. Übrigens war auch in Dubai ein Flug nach Zürich auf der Anzeigetafel, aber ich liess mich nicht davon beirren.

Ich machte mich auf den Weg zur Metro, kaufte versehentlich das falsche Ticket und fuhr los. Die Metro fährt grösstenteils oberirdisch, wodurch man schon dadurch erfreulich viel sieht. Der Ausdruck “viel” ist dabei mit Vorsicht zu geniessen, denn das heutige Dubai besteht vor allem aus einem: Glastürmen. Mal in grösseren, mal in kleineren Ansammlungen gruppiert, dominieren moderne Wolkenkratzer das Stadtbild in alle Richtungen. Anders als in Singapur scheint sich aber hier niemand grössere Gedanken über das Erscheinungsbild gemacht zu haben, wodurch das Resultat dahingeklatscht und eintönig wirkt.

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Aussicht aus dem Appartment: Glas und Stahl soweit das Auge reicht.

Nur zu gern beherzigte ich also den Rat meines Gastgebers: Dubai hat eine Altstadt, die durchaus anders aussieht. In der Tat sieht es dort noch mehr oder weniger arabisch aus, wenn denn nicht die ganzen Läden wären. Sandbraun, ziemlich kubistisch, mit Moscheen und Minaretten hier und da. Nur war eben alles mit Geschäften durchsetzt. Und wenn sie nicht gerade Kleider, Elektronik oder Schmuck verkaufen, sind sie leider auch nicht besonder nützlich: Zwar gibt es für jede Lebenslage einen passenden Laden, aber meistens heisst es auf der Tür “Wholesale & Export Only”: Nur  für den Wiederverkauf oder Export bestimmt. So sind denn auch die ganzen Packungen nur Ausstellungsstücke, die tatsächliche Ware ist nicht im Laden. Und kaufen kann man natürlich auch nichts, die Ware ist für die Betreiber all dieser Megakomplexe bestimmt, denn deren Kundschaft will natürlich nicht selber einkaufen gehen, sondern lässt sich bedienen.

Dafür kommt total auf seine Kosten, wer auf Goldschmuck steht. Im Goldmarkt der Altstadt reiht sich ein Juwelier an den nächsten, und deren Ausstellungsstücke lassen sich wirklich sehen. Auch sehen lassen sich die Preise: Die teureren Objekte sprengen die Grenze von 100’000 Franken problemlos und hängen trotzdem einfach so im Schaufenster herum.

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Typische Läden im alten Dubai. Zu kaufen gibt es nichts, das ist alles nur für den Grosshandel.

Nach der Altstadt machte ich spontan noch einen Abstecher zur berühmten Palme, eine der künstlichen Inselformationen. Nachts ist das leider nicht besonders spektakulär, aber bei einem ungeplanten Erkundungstrip weiss man ja nie, was herauskommt. Gegessen habe ich im Atlantis aber doch ganz gut, und zu meiner Überraschung wurde im dortigen Restaurant auch Alkohol ausgeschenkt. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ja sonst als muslimisch regiertes Land strikt in der Auslegung des Koran, aber offenbar ist westliches Geld manchmal doch wichtiger.

Auf dem Weg nach Hause verspürte ich aber immer noch die Abenteuerlust und beschloss, den Weg von der Monorail, die man zum Besuch des Atlantis am einfachsten benützt, zur Metro zu Fuss zu bewältigen. Die Angestellten und Taxifahrer bei der Endstation schauten mich ungläubig an und rieten mir davon ab, es sei viel zu weit. Davon liess ich mich natürlich nicht beeindrucken und nahm die 2-3 km in Angriff. Tatsächlich erwiess sich der Spaziergang als erstaunlich einfach, denn Gehwege gibt es auch in Dubai überall, auch wenn sie kaum einer benutzt.

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Die grosse Stadtautobahn und eine Metrostation bei Nacht. Die Form des Bahnhofs erinnert mich etwas an die Reaper aus Mass Effect…

Das momentane Wahrzeichen der Stadt (das ändert ja quasi im Stundentakt, so viel wie in Dubai gebaut wird) ist ja der Burj Khalifa, das momentan höchste Gebäude der Welt. Natürlich liess ich mir das nicht entgehen und buchte eine Fahrt nach Oben zum Sonnenuntergang. Doch wo steht das Ding eigentlich? Nun, es gibt da eine Metrostation namens “Dubai Mall / Burj Khalifa”, das klang schonmal ganz gut. Die Mall selbst war dann auch gut ausgeschildert und den Turm sah man ja zum Fenster hinaus, also mal raus da und ohne Scheibe vor der Nase angucken. Ja, okay, das Ding ist hoch. Ziemlich hoch sogar. Aber wo ist nun der Eingang zum Sightseeing…? Nachdem ich einmal um das Ding herumgegangen war und beim Eingang stand, erklärte mir der freundliche Security, dass der Eingang zum Sightseeing in der Dubai Mall sei. Nur dass das nirgends in der Dubai Mall angeschrieben stand. Nochmal rundrum gelaufen, Eingang gefunden, und hoch gings.

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Selfie mit dem Burj Khalifa.

Aber wie hoch darf man da drin eigentlich? Nun, es gibt 2 verschiedene Plattformen, im 124. und im 155. Stockwerk. Diese befinden sich auf etwa 450 bzw. 550 Meter Höhe – Etwas enttäuschend dafür, dass der Turm selbst gut 800 Meter hoch ist. Der Preisunterschied ist zwischen den beiden Plattformen ist übrigens beträchtlich, und beim höheren Aussichtspunkt gibts eine zeitlich Begrenzung. Aber schon die 200 Dirham (ca. 50 Franken) für den ersten Aussichtspunkt empfand ich als ziemlich teuer, so dass ich es bei den 450 Metern beliess.

Der Sonnenuntergang selbst war aus meiner Sicht eher unspektakulär, da der viele Wüstensand in der Luft viel Licht schluckt. So sieht man trotz der enormen Höhe kaum 10 Kilometer weit, obwohl die Höhe an sich problemlos für 30 oder 40 Kilometer reichen würde. Dennoch blieb ich ziemlich lange da oben, denn Dubai bei Nacht ist mindestens von oben einige Blicke wert. Die Lichtspiele der Wolkenkrater, die beleuchteten Strassen und die vielen Autos sorgen für einen Mikrokosmos, den ich stundenlang beobachten könnte. Und fotografieren, natürlich!

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Abendliches Dubai von oben. Ja, die hellen Punkte sind alles Autos!

Noch ein Kommentar zur Dubai Mall: Schön und gross ist sie ja. Aber auch teuer. Für meinen Besuch auf dem Burj Khalifa wollte ich noch ein neues Objektiv für meine Kamera besorgen, ein Weitwinkel sollte es sein. Nach einer kurzen Internetrecherche hatte ich mich für ein Modell entschieden, suchte das Internet nach Preisen ab und setzte mir selbst eine Obergrenze, die ich bereit zu bezahlen war. Schon der erste kleine Shop auf dem Weg von der Metro zur Mall hatte das gesuchte Objektiv und mit etwas Handeln erhielt ich es auch tatsächlich zu einem Preis, der in meinem Spektrum war. Aus Neugierde besuchte ich dann diverse Elektronik- und Kameraläden in der Mall und verglich die Preise. Etwas überrascht stellte ich fest, dass ich offenbar den einzigen Laden mit vernünftigen Preisen gefunden hatte, denn in der Mall selbst war das gesuchte Objektiv in jedem einzelnen Laden etwa 25% teurer. Glück gehabt! Ein ähnliches Bild bot sich übrigens bei Markensonnenbrillen, deren Preise jenseits von Gut und Böse waren. Na, dann eben nicht.

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Dubai Mall. Weil Schlittschuhlaufen in der Wüste etwas völlig Natürliches ist.

Nach all den Stadterlebnisen stand zum Schluss noch eine Wüstensafari an, die mein Gastgeber empfohlen hatte. Ich wurde am Nachmittag direkt beim Appartment abgeholt, im klimatisierten Allrad gings ab ins weite Nichts. Nachdem der Fahrer erst erfolglos versuchte, uns eine überteuerte Ausfahrt auf Quads aufzuschwatzen, ging es los in die Sanddünen. Und wie! Hoch und runter, die schiefen Hänge hoch und runter, halb fahrend, halb schlitternd, immer wieder kontrolliert schleudernd… Also quasi wie auf einer Achterbahn, nur im Sand. Spass hats gemacht, aber offenbar bekommt das nicht jedem, denn das dritte Gefährt im Bunde war schon bald nicht mehr zu sehen – Vermutlich weil einem da drin doch recht schnell mal schlecht werden kann.

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Wüste. Jup, tatsächlich.

Und natürlich ergaben sich viele tolle Fotografiemöglichkeiten, so dass die Wüstensafari auch eine Fotosafari war – Mindestens für mich, denn auch in den endlosen Weiten der Wüste spielte das neue Weitwinkelobjektiv seine Stärken aus, wenn auch leicht verzerrt.

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Sand ohne Ende und zum Schluss auch überall an einem selbst.

Mein Fazit von Dubai: Alle mal einen Aufenthalt von einigen Tagen wert, aber mehr vermutlich auch nicht. Ausser man mag Strände, denn die gibts natürlich auch noch. Mindestens einen Besuch im älteren Dubai und einen Ausflug in die Wüste sind empfehlenswert, um etwas Abwechslung vom Betondschungel zu erhalten. Mehr Eindrücke, dieses Mal knapp 100 Fotos, gibts wie immer in der Fotogalerie.

Der lange Weg nach Hause: Singapur

 

Wo war ich stehen geblieben? Achja, Kopi Luwak in Bali. Die etwas längere Pause hier auf dem Blog hat nicht (nur) damit zu tun, dass ich etwas faul geworden bin, sondern auch mit den Aktivitäten, die danach folgten. Ich verbrachte einige Tage (leider vor allem erkältet im Bett liegend) auf dem Pirates Retreat und besuchte anschliessend (wieder bei besserer Gesundheit) einen Meditationskurs in Sydney. In den letzten Tagen auf der Südhalbkugel repräsentierte ich schliesslich meine Alma Mater auf Austauschmessen für Studierende in zwei australischen Top-Unis.

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Zwei Touristen in einem Tunnel, ein Einheimischer sitzt am Rand – Ist er obdachlos oder sitzt er einfach so da? Man weiss es nicht. Singapur, übrigens.

Und dann ging es auch schon weiter: Mein Weg zurück nach Hause dauert insgesamt 5 Wochen und bringt mich in 4 weitere Länder. Die erste Destination war Singapur, ein kurzer Aufenthalt von 4 Nächten bei Freunden. Ums gleich vorwegzunehmen: Die Vorurteile über Singapur stimmen grössenteils. Die Stadt ist sauber und effizient aufgebaut, voller moderner Wolkenkratzer und reichen Ausländern. Die Stadt wird vom weltweiten Business und Tourismus getrieben, das ist unübersehbar. Und dass es oft, heftig, aber meistens nur kurz regnet, das fällt einem auch schnell auf.

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Wenn’s kommt, kommt’s dick!

Berühmt ist Singapur auch für die Skyline um Marina Bay. Ich bin oft zwiegespalten über Skylines, denn oft wirken sie zufällig zusammengewürfelt. Aber dadurch, dass in Singapur ein Stadtarchitekt mit Weitblick am Werk war und diese noch junge Tradition auch von seinen Nachfolgern beherzigt wird, wirken die vielen Wolkenkratzer harmonisch zusammen und sorgen für ein Gefühl von Welt, wie man es selten sieht. Und noch besser ist dieser Eindruck natürlich, wenn man das Bild in der Nacht irgendwo von weit oben bestaunen darf. Leider hatte ich in diesen Momenten meine Kamera nicht dabei, wodurch ich euch nur den Blick von unten zeigen kann.

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Marina Bay bei Nacht.

Singapur hat aber nicht nur Business, Wolkenkratzer und Regen zu bieten, sondern auch Parks und Gärten. Deren zwei habe ich fotografisch festgehalten, nämlich die Botanic Gardens und die Gardens by the Bay. Erstere sind dabei die älteren und mit über 150 Jahren auf dem Buckel schon beinahe prähistorisch für Singapur. Neben einem grossen Orchideenpark finden sich auch ein Abschnitt Regenwald und ein Ingwergarten auf dem grosszügig gestalteten Gelände. Ein beruhigendes Refugium für gehetzte Städter. Für mich, den Bierliebhaber, gabs sogar eine Minibrauerei mit Craft Beer!

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Und nachts ist vieles schön beleuchtet!

Die Gardens at the Bay bilden dann den modernen Konstrast zu den Botanic Gardens: Direkt hinter dem berühmten Marina Bay Sands Hotel gelegen, bilden sie eine gelungene Verbindung von moderner Architektur mit Gartenbau. Von Palmen inspirierte Gerüstbauten schiessen in die Höhe und tragen eine grüne Rinde aus Pflanzen um sich, es gibt Tunnels und Brücken und Seen und Teiche. Ausserdem gibt es jede Menge über die Pflanzen- und tierwelt zu lernen, denn der ganze Park ist ausgestattet mit Infotafeln und Hinweisen auf aussergewöhnliche Phänomene der Botanik. Leider machte mir hier der Regen einen dicken Strich durch die Rechnung, so dass ich einiges auslassen musste. Aber wer weiss, vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal…

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Gardens by the Bay mit Marina Bay Sands im Hintergrund.

Wie immer finden sich mehr Bilder in der Galerie, dieses Mal mit einer ähnlichen Gliederung wie hier: Singapur bei Tag, Singapur bei Nacht, Botanic Gardens, Gardens by the Bay.

Kopi Luwak, der Katzenkaffee

Auf dem Weg zurück von Tulamben fragte mich mein Fahrer, ob ich Kaffee möge. Ich bejahte, und so fragte er mich, ob wir eine Kaffeepause machen wollen. Er habe da einen Freund…

Wir fuhren als zu einer Plantage der besonderen Art. Nicht weil dort Arabica-Bohnen und diverse Teesorten angepflanzt wurden, sondern weil die Plantage auch einige Tiere zum Eigen nennt, die für einen ganz besonderen Kaffee berühmt sind: Fleckenmusangs, zu Englisch Luwaks.

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Das Leben dieser Schleichkatze ist nur wegen der Exkremente wertvoll – Sonst könnte sie wild leben. Kein schöner Anblick, denn die Käfige sind nicht gross.

Luwaks essen Kaffeefrüchte, verwerten das Fruchtfleisch und scheiden die Kaffeebohne unversehrt, aber darmbiologisch behandelt und dadurch verfeinert, wieder aus. Die Bohnen werden dann gereinigt und geröstet, verpackt und verkauft. Und so halten diverse Balinesen diese Schleichkatzen unter recht widrigen Umständen und verkaufen Kopi Luwak, wie sich der fertig gebrühte Kaffee nennt.

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Die Ausscheidungen, die gereinigt und dann geröstet werden

Ich war hin- und hergerissen, ob diese Praxis unterstützen sollte oder nicht. Denn andererseits war es eine ziemlich einmalige Gelegenheit, zu einem günstigen Preis diesen einzigartigen Kaffee zu probieren… Schliesslich siegte die Neugierde und ich bestellte eine Tasse für 50’000 Rupien, also etwa 4 Franken. Tatsächlich war es zweifellos die beste Tasse Kaffee, die ich je hatte. Geschmacklich voll und rund, wenig Säure, eine angenehme leichte Bitterkeit. Wie Kaffee eben sein sollte, aber nie ist.

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Ich gestehe, dass ich diese Praxis mit dem Kauf einer Tasse unterstützt habe und bin nicht stolz darauf. Aber verdammt, gut war der Kaffee schon…

Achja, und ein paar mehr Fotos davon gibts natürlich auch.

Tauchen in Bali: Sanur, Padang Bai und Tulamben

Direkt nach Bali.Play ging es für mich weiter, um endlich endlich endlich den Tauchschein fertig zu machen. Eine Tauchschule in Sanur, etwas weiter westlich gelegen, bot an, meine Ausbildung ab dem damaligen Stand weiterzuführen und direkt danach noch ein paar Tage Safari anzuhängen.

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Sonntag Morgen in Sanur am Strand

In Sanur hatten also meine ersten 2 Tauchgänge. Hier hatte ich auch noch meine Kamera dabei, weshalb alle Fotos von diesem Teil von hier stammen, und viele sind es nicht. Wir fuhren mit dem Boot etwas hinaus, führten alle Checks durch und sprangen ins Wasser. Wobei, springen ist nett ausgedrückt: Ich wurde mehr gestossen, rückwärts ins Wasser, den mit Mich-Rückwärts-Fallen-Lassen hab ichs nicht so. Nach einigen Übungen, die noch zur Ausbildung gehörten, ging es dann los zum spassigen Teil: Fische gucken! Und Korallen. Und Krebse. Und Moränen. Und… Ihr könnts euch ja vorstellen. Ja, tauchen ist mindestens so schön, wie man das aus Dokus im Fernsehen oder im IMAX-Kino kennt.

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3, 2, 1, los gehts! Und ja, der Bart ist mittlerweile etwas mächtiger geworden…

Höhepunkte an diesem Tag waren für mich die Clownfische in den Seeanemonen (Ja, ich habe Nemo gefunden!), Feuerfische, Flundern und Rochen, sowie Trompetenfische. Einfach mal bei der Wikipedia nachschauen, da finden sich zu allen Viechern haufenweise Bilder.

Am nächsten Tag ging es dann nach Padang Bai für die zwei letzten Tauchgänge der Ausbildung. Vieles hatten wir schon am Tag zuvor gesehen, aber hier gab es auch die berüchtigten Mantis Shrimps, zu denen The Oatmeal einen besonders schönen Comic gezeichnet hat. Daneben gabs mit Aalen, Kaiserfischen, Skorpionfischen, Kofferfischen und einem Kuhfisch aber auch sonst viel zu sehen. Und ja, die meisten dieser Fische sehen durchaus so aus, wie sie heissen…

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Materialcheck mit meiner Tauchlehrerin, Julie

Nach der Ausbildung standen nur noch Fun Dives an. Diese fanden dann im Norden von Bali in Tulamben statt. Als Attraktion gibt es dort nämlich ein Schiffswrack des amerikanischen Transportschiffs USAT Liberty, das im zweiten Weltkrieg von den Japanern erfolgreich torpetiert wurde. Schiffswracks bieten eine hervorragende Lebensgrundlage für Korallen und viele weitere Meeresbewohner, weshalb sie zu den beliebtesten Tauchzielen gehören.

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Ein Vulkan bei Sanur. Nein, ich kenne seinen Namen nicht und weiss auch sonst nix über ihn.

Um die Liberty hatte ich insgesamt 5 Tauchgänge, davon auch einen bei Sonnenuntergang und einen bei Sonnenaufgang. Zwar sieht man dann das übliche Spektakel am Horizont nicht, denn man gerade taucht, dafür zeigen sich zu diesen Tageszeiten auch ganz andere Fische als tagsüber. Ausserdem wirkt so ein Schiffswrack im Dunkeln plötzlich furchteinflössender als ein jahrmarktsübliche Geisterbahn, da sie ja doch von echtem Getier belebt wird…

Zur erwähnenswerten Meeresflora- und fauna gehören hier die beiden Schildkröten, die sich das Wrack zum Zuhause eingerichtet haben, sowie Stechrochen, Nacktkiemer, Barracudas, Sepien, Seegurken, Riesenmuscheln, Kardinalbarsche, Stachelmakrelen, Seenadeln sowie ein etwa 30-köpfiger Schwarm der eh schon riesigen Grünen Büffelkopf-Papageienfische. Und damit hat man noch lange nicht alles gesehen…

Bali.Play 2015

Nach der ersten Nacht im gemütlich Homestay ging es für mich weiter zur ersten Jonglierconvention dieses Jahres: Bali.Play! Es handelt sich dabei um eine kleine, einfach gehaltene Convention im ziemlich verwestlichten Seminyak. Dass sie klein und einfach gehalten ist, soll aber nicht über das Niveau hinwegtäuschen: Zwar waren wir insgesamt wohl nur etwa 50 Leute, die an den 5 Tagen den Weg zur Sunrise School gefunden haben, dafür fanden sich unter diesen gleich mehrere, die in ihren Disziplinen ohne weiteres zur Weltspitze gezählt werden dürfen. So genossen wir haufenweise Workshops unter direkter Betreuung der Meister ihres Faches, was die Woche äusserst lehrreich machte.

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Paola Berton aus Italien unterrichtet Hula Hoop.

Zu einer Convention gehören aber nicht nur Workshops, auch die Lokalität verdient ein Augenmerk: Die Sunrise School ist eine kleine Schule für westliche, offensichtlich nicht-versnobte Familien. Dass hier versucht wird, die lokale Kultur einzubinden, ist sehr lobenswert, denn leider steht dieser Punkt auf dieser Trauminsel oft nicht hoch auf der Prioritätenliste. Wir durften die Infrastruktur der Schule benutzen, weil gerade Ferien waren. Auch die Schulkantine war extra für uns in Betrieb und zauberte gar köstliche kühle Shakes und Juices, Cookies und Brownies, und auch ganze Mahlzeiten auf den Tisch.

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Ein Ökologierprojekt: Indonesien kennt Recycling kaum, weshalb Plastikflaschen meistens einfach verbrannt werden. Hier wird wenigstens ein kleines Bisschen entgegengewirkt.

Ein weiteres Merkmal von Conventions sind natürlich die Shows: An Tag 2 stand eine Cabaretshow an, bei der jeder mitmachen durfte, an Tag 5 dann die etwas hochstehendere Galashow. Im Vorfeld hiess es, dass für die Gala nur “professionelle Acts” mit Kostüm und Musik zugelassen seien, weshalb ich mich fürs Cabaret entschloss. Mein kurzer Jam mit dem Feuerlevi zu Parov Stelars Radio Mojo Gang verlief ganz gut, und nun habe ich definitiv Lust dazu, mal eine ordentliche Nummer dafür zu schreiben! Wer weiss, vielleicht findet die Premiere ja dann am Bali.Play 2016 statt… 🙂

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Wieviele verschiedene Tools kannst du erkennen und benennen?

Übernachtet haben wir übrigens mit einer grossen Gruppe in einer Mietvillasiedlung nicht weit entfernt. Wir waren so viele, dass wir fast die gesamte Siedlung besetzten – Man kann sich nun ja ausmalen, wie der Bereich um den zentralen Pool der Siedlung ausgesehen hat. Denn ja, auch Jongleure und Feuerkünstler haben ordentlich Durst…

Mehr Fotos von den ersten Tagen und Bali.Play gibts wie immer in der Bildergalerie!

Bali: Die ersten Eindrücke in Kerobokan

Auch mit Australien war irgendwann mal Schluss für mich, das nächste Ziel hiess Bali. Geplant waren vor allem zwei Aktivitäten: Flowen und Feuern, und ausserdem wollte ich endlich richtig tauchen gehen. Ich hatte die erste Hälfte des Tauchscheins ja bereits in der Tasche. So flog ich also erstmal von Cairns nach Darwin um dort festzustellen, dass unser Flugzeug erst mit deutlicher Verspätung in Darwin eintreffen würde. Ich machte mich also auf einen längeren Aufenthalt gefasst und nutzte die Gelegenheit, mit diversen Leuten zuhause via Skype zu telefonieren. Nach rund 4 Stunden in einem viel zu stark heruntergekühlten Warteraum ging es denn aber mit 2 Stunden Verspätung doch mal los.

Wir landeten um halb 4 morgens. Ich war bei der Einreise auf das Schlimmste gefasst; Ich hatte einige mehr oder weniger unagenehme Stories darüber gelesen und war mir insbesondere nicht so sicher, wie sauber meine neu erstandene Gürteltasche wohl ist. Ich hatte sie ein paar Tage zuvor bei einem Strassenmagier gegen einen Levitation Wand ertauscht, sie enthielt nicht unbeträchtliche Mengen an Tabakresten und anderem, unidentifizierbarem Material…

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Ein typischer Homestay im Süden Balis

Alle Befürchtungen erwiesen sich als übertrieben: Sowohl Zoll- als auch Einreisebehörden liessen mich ohne Weiteres gewähren, ich kam problemlos an. Nur dass die Tageszeit etwas ungünstig für weitere Aktivitäten war. Ich suchte mir also eine gutes Plätzchen um etwas Schlaf nachzuholen, fand auf der Abflugsebene eine lange Reihe von Couches mit diversen schlafenden Backpackern, suchte mir selbst eine freie Couch und schlief erstmal bis um 7 Uhr.

Nach einem ausgiebigen Frühstück zu West-Preisen – ich befand mich ja noch im Flughafen – machte ich mich ziemlich müde dazu auf, ein Taxi zu suchen, dass mich zu meinem nächsten Homestay bringen sollte. Dabei bin ich das erste Mal über die ungewohnten Zahlen in Indonesien gestolpert, wenn es um Geldbeträge geht. Als Tourist, der das erste Mal diese Insel bereist, hat man nämlich gleich mit zwei Schwierigkeiten zu kämpfen: Erstens sind, wie angesprochen, die Zahlen ungewöhnlich gross. Beim aktuellen Wechselkurs entsprechen 100’000 indonesische Rupien etwa 8 Franken. Zweitens hat man keine Ahnung vom hiesigen Preisniveau und kann deshalb aufs erste Mal kaum einschätzen, ob ein angebotener Preis für eine Taxifahrt nun günstig ist oder nicht. (Hinweis: Nein, ist er nicht, schliesslich muss man ja so viel Geld aus den Touristen rausquetschen wie nur irgendwie möglich…)

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Der Blick aufs Viertel

Ich bezahlte also viel zu viel für meine erste Taxifahrt und bestaunte den Verkehr. Der ist für den Europäer nämlich vor allem eines: Chaotisch. Der Balinese fährt Scooter, überholt links und rechts wie es ihm beliebt (er würde bestimmt auch drüber und drunter überholen, wenn die Gesetze der Physik dies ohne grösseren Aufwand zuliessen), hupt immer mal wieder freundlich, interessiert sich nicht für Strassenmarkierungen, aber immerhin hält er an roten Ampeln. Damit ist die Beschreibung des Verkehrs aber nicht zu Ende: Hat man sich mal an diese Tatsachen gewöhnt, zeigt sich der Verkehr als äusserst flüssig und harmonisch. Es gibt kaum Agressionen auf der Strasse, jeder fährt für sich und respektiert die anderen Verkehrsteilnehmer. Und hupen bedeutet hier “Achtung, ich bin auch noch da” und ist kein Agressionsventil.

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Ein Scooter kostet hier übrigens um die 1000 Franken und ist absolut notwendig zur schnellen Fortbewegung auf kurzen bis mittleren Strecken.

Nach den Preisen fällt einem auch bald auf, dass es hier gewissermassen zwei Welten gibt, die friedlich nebeneinander (oder ineinander) existieren: Einerseits gibt es da die Orte, die für westliche Touristen gemacht sind, dementsprechende Preise verlangen, aber auch die bekannten Standards bezüglich Umgang, Hygiene, Ausstattung, usw. erfüllen. Und andererseits gibt es gerade in den Bereichen Shopping und Essen die andere Welt für die Locals. Dort ist es dann kein Problem, für 10’000 Rupien (also 80 Rappen) eine volle Mahlzeit zu erhalten oder ein Shirt zu kaufen – Dafür weiss man dann auch nicht so genau, was dort dann drin ist. Die Wahl fällt nicht immer einfach, aber mit einem guten Mix der beiden Welten fährt man nicht schlecht und auch ohne viel Geld auszugeben.

Am Ziel: Cairns und der Daintree-Regenwald

Schliesslich erreichte ich nach gut 5 Wochen und etwa 6’000 Kilometern die letzte Destination meines Roadtrips: Cairns. In der Gegend hier wollte ich etwas mehr als eine Woche verbringen, um erst den Daintree National Park mit darin liegendem Regenwald zu besuchen und dann Tauchen zu erlernen.

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Daintree. In der Tat, es ist ein tropischer Regenwald, mit Lianen und allem was dazugehört.

Es war ein regenreicher und stürmischer Tag, als ich ankam: Zyklon Nathan sorgte schon seit Tagen für eine angespannte Stimmung, da er beim ersten Anlauf Richtung Küste doch noch einmal abdrehte. Das bedeutete aber auch, dass die nächsten paar Tage vermutlich ruhig und trocken sein sollten. Ideal für einige Wanderungen im Regenwald also.

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Snapper Island und das Delta des Daintree Rivers

Zum Daintree Rainforest gibt es auch wieder einige aussergewöhnliche Fakten zu berichten: So gilt er mit einem Alter von über 100 Millionen Jahren als der älteste Regenwald der Erde und wird von einigen prähistorischen Pflanzen bewohnt. Evolution zum Anfassen quasi!  Wobei: Anfassen ist keine besonders schlaue Idee, denn in diesem Regenwald sind nicht nur die Tiere, sondern auch die meisten Pflanzen mit Stacheln und Haken aller Grössen ausgerüstet. Es empfiehlt sich, lange und nicht zu dünne Kleidung zu tragen, wenn man eine Wanderung ohne Kratzer überstehen will.

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Auch die Küste hat es in sich: Dank Krokodilen und Quallen sollte man besser nicht am Strand schwimmen gehen.

Aber das ist nicht das einzige Unangenehme in diesem Wald: Offenbar sind Wanderungen zu dieser Jahreszeit nicht besonders beliebt, sodass alle Wege voll mit Spinnennetzen sind. Nach ein paar hundert abgeräumten Netzen entwickelt man dann aber doch eine gewisse Toleranz, sind doch die meisten Netze von kleinen, ungefährlichen Spinnen gewoben. Hab ich gesagt “die meisten”? Ja, ich meinte es so:

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Diese Nephila Pilipes, auch bekannt als Giant Golden Orb Weaver, die sich gerade gehäutet hat, hat die überschaubare Körperlänge von ca. 6cm und Beinlänge von ca. 12cm und ist damit eine der grössten Spinnen der Welt. Und sie ist giftig, aber nicht tödlich. Und ich bin in ihr Netz reingelatscht, ohne dass etwas passiert ist…

Daneben gabs noch diverse Vögel, unter anderem ein seltenes Cassowary, Kookabooras und Kingfisher… Und Käfer.

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Keine Ahnung, wie dieser nette kleine Käfer heisst, aber sein Körper war so gross wie mein Daumen und die Antennen zwischen 10 und 15 cm lang. Niedlich, nicht wahr?

Gefunden habe ich diese Tiere übrigens auf der Wanderung zum Mount Sorrow Outlook. Dieser Aussichtspunkt liegt auf über 600 Metern Höhe, aber weniger als 4 Kilometer von der Strasse entfernt, was zu einer entsprechend steilen und anstrengenden Wanderung führt. Und ganz ungefährlich ist sie auch nicht, es sind offenbar schon mehrere Male Personen spurlos verschwunden. Aber vielleicht hängt das ja auch damit zusammen, dass es die offizielle Empfehlung ist, seine Fäkalien mindestens 100 Meter vom Wanderweg weit vergraben soll. Bei einem dichten Urwald in steilem Geläden ist es natürlich eine prächtige Idee, sich so weit vom markierten Weg zu entfernen, denn zurück findet man sicherlich nicht mehr…

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Ausblick vom Mount Sorrow Outlook, mit einem der zahllosen Schmetterlinge des Daintree Nationalparks.

Nach den zwei Tagen im Regenwald fuhr ich zurück nach Cairns. Die nächsten 5 Tage wollte ich einen Tauchkurs absolvieren: Die ersten 2 Tage theoretische Grundlagen und erste Praxis um präparierten Swimming Pool, gefolgt von 3 Tagen draussen im Great Barrier Reef. Die 2 Tage in der Tauchschule absolvierte ich mühelos, aber schon bald war klar: Zyklon Nathan stand wieder vor der Tür und verunmöglichte es, auf den Ozean raus zu fahren. Immerhin ist die bisherige Schulung nicht vergebens: Ich kann die Schulungstauchgänge im Meer draussen dann auf Bali absolvieren, ohne nochmal durch das ganze Programm gehen zu müssen.

Von Nathan selbst hat man dann in Cairns allerdings kaum etwas gespürt: Er traf deutlich weiter nördlich auf dem Kontinent ein, wodurch die Absage der Tour etwas seltsam erscheint, herrschte hier in Cairns doch durchgehend schönes Wetter. Auf den Inseln draussen soll es aber ordentlich getobt haben. Wie auch immer, ich genoss die freien Tage mit erneutem Faulenzen, etwas Baden im Pool, Bücher lesen, und nicht zuletzt: Bloggen.

Mehr Bilder aus dem Daintree Nationalpark gibts wie immer in der Galerie, dieses Mal deren 30.