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Fusion Firespace 2015

Auch der längste Sommer geht irgendwann mal vorbei. Aber er war ja auch wirklich schön, nicht wahr? Ich habe jedenfalls keinen Grund zur Klage und durfte viele schöne Stunden geniessen. Manch eine davon wurde auch auf die eine oder andere Art festgehalten. Und jetzt, wo die die ganzen Filmer und Fotografen langsam wieder zuhause sind und ihr Material bearbeiten, tauchen hier und da Videos auf, die manchmal auch meine Auftritte beinhalten.

So habe ich euch doch mal von der Fusion vorgeschwärmt, vielleicht erinnert ihr euch. Der gute Tim hat alle Abende gefilmt und mittlerweile zwei Videos vom diesjähirgen Firespace geschnitten, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Das erste Video beinhaltet die Auftritte von Thomas und mir am Variété und der Galashow, das zweite Video ist ein allgemeinerer Zusammenschnitt von Aufbau des Spaces bis wohligen Ausklang zum Schluss des Festivals.

Sommer 2015 – Ein Zwischenbericht

Ende Mai schrieb ich noch, dass der Sommer nun kommen könne, und nun ist er ja wirklich da! Nicht nur die letzten Tage waren heiss und schön, auch die bisherigen Auftritte in der Gegend waren gesegnet mit gutem Wetter.

Als erstes standen eine Menge Walking-Acts auf dem Programm, also einem kostümierten Bad in der ahnungslosen Menge an. Das Ensemble, das zusammenkam, sprühte vor Kreativität und Energie, wieder und wieder wurden neue Kombinationen ausprobiert und dem oft staunenden Publikum vorgeführt. Wir hatten unseren Spass daran, die Zuschauer sichtlich an ihre Grenzen zu bringen, ohne wirklich für Unmut zu sorgen. Dank dem Photobus gabs auch einige Bilder davon, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

40 Jahre Bertschinger Innenausbau AG

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Als nächstes stand das Pachamama-Festival in Wald auf dem Programm. Klein, familientauglich und gemütlich sind die Adjektive, die dieses Festival beschreiben. Foyk bestritt in voller, vierköpfiger Formation die Feuershow und genoss den vielen warmen Applaus des Publikums. Lange nicht mehr hat ein choreographierter Auftritt so viel Spass gemacht! Auch hier sind einige Fotos entstanden:

Pachamama Festival 2015

Pachamama Festival 2015

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Pachamama Festival 2015

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Pachamama Festival 2015

Und dann war da noch die Fusion. Bilder und Videos soll es auch da noch geben, aber erhalten hab ich sie leider noch nicht. Dafür bin ich mit meinem neuen Levistick-Act ziemlich improvisiert am Open-Stage-Variete eingestiegen und konnte eine gelungene Show runterspielen. All dies war nur möglich dank des hervorragenden Platzes, den der deutsche Firespace e.V. wieder mal aufgezogen hat. Das Gelände war erneut wunderschön gestaltet, mit vielen Holzbänken, Teppichen, einem grossen Zelt, atmosphärischer Beleuchtung und einem gezimmerten Backstage-Bereich, der seinesgleichen sucht. Auch für die Feuerspieler war gesorgt: Eine perfekt ausgerüstete Dippingstation, jede Menge Safety und Löschdecken, und nicht zuletzt abgesperrte Bereiche, wo man sich in Ruhe auf die bevorstehende Performance vorbereiten konnte. Man wünscht sich, das hätte man überall so!

Und jetzt? Jetzt gehts erstmal zum One Love Festival nach Filisur, denn am Samstag Abend spielt dort das Magnetic Madness Ensemble eine Show, die sich gewaschen hat. Bilder und Videos? Gibts hoffentlich auch.

Ich bin (fast) da, der Sommer kann kommen

Heute fahre ich also nach Hause. Der geneigte Leser mag sich die Frage stellen, wodurch sich meine Heimkehr denn auf dieses heutige Datum bedingt. Diese Frage ist in der Tat berechtigt, trete ich doch meine nächste Arbeitsstelle erst im August an und verfüge auch über die nötigen finanziellen Mittel, dass ich die Reise nicht jetzt zu Ende kommen lassen müsste. Der Grund ist also nicht bei den üblichen Reiseabbruchkriterien zu suchen.

Und dann erinnert man sich daran, dass ich dieser Blog ja einen Untertitel trägt. “Abenteuer aus der Welt eines Feuerkünstlers”. Abenteuer habe ich in den letzten Monaten in Hülle und Fülle erlebt und von einigen auch berichtet, aber der Feuerspieler blieb etwas oft auf der Strecke. Dies hole ich nun nach, mein Kalender ist reichlich voll. Zu sehen gibts mich diesen Sommer an folgenden Veranstaltungen:

Ausserdem sind einige Conventions geplant:

Ich fürchte, mir wird nicht langweilig.

Routine, Spannung, Wachstum

Ich spiele nun seit gut drei Jahren Feuershows. Die meisten Auftritte sind zu einem grossen Teil Routine geworden: Mit dem Kunden über Inhalte, Dauer und Pekuniäres verhandeln, Programm zusammenstellen, proben, Material vorbereiten, auftreten, Gage kassieren und alles Material wieder einpacken. Auftritte dieser Art spielen wir mittlerweile viele, und so nach und nach legt sich auch die Nervosität, die früher vor jedem einzelnen Auftritt allgegenwärtig war. Glücklicherweise verspüre ich aber immer noch die gesunde Anspannung, die es mir erlaubt, mit voller Konzentration und Energie aufzutreten. Wir erhalten sie aufrecht, indem wir immer mal wieder neue Show-Elemente einbauen, an den Choreographien feilen und neue Ideen ausprobieren.

Doch manchmal gibt es diesen einen Auftritt, der grösser ist als alles Bisherige. Er verlangt alles ab, was man zu bieten hat. Er wirkt einen beinahe unerträglichen Druck aus, er spielt mit den Emotionen, mit dem Selbstwertgefühl, mit der Gruppendynamik. Und er zeigt, wo man steht. Wo man weiter ist als früher mal.

Der erste Auftritt dieser Art war für mich derjenige bei “Die Liebenden” im September 2012, als wir das erste mal mit über 50 anderen Menschen auf einer riesigen Bühne standen und gemeinsam ein Publikum von vierstelliger Grösse begeisterten. Was haben wir in den Vorbereitungen darauf geschwitzt und uns gezankt, damit auch ja alles gut laufen möge…! In diesen Momenten wächst eine Gruppe zusammen; Man erkennt, ob sie wirklich funktioniert. Der enorme Druck, den wir vor allem uns selbst auferlegt hatten, hat uns viel Energie gekostet, aber er hat uns auch zusammengeschweist und langfristig dafür gesorgt, dass wir noch besser zusammen arbeiten können und unsere Auftritte stetig besser werden.

Der zweite Auftritt, der uns an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit brachte und unseren Zusammenhalt testete, war im Dezember 2013 beim Weihnachtsessen einer international tätigen Firma. Sie hatten eine Eventhalle gemietet und extra für unseren Show-Block draussen eine Bühne mit PA aufgestellt. Wieder haben wir Blut geschwitzt, um unsere bestmögliche Performance abzuliefern, und abgesehen von kleineren Fehlern machte sich die viele Arbeit bezahlt, der Erfahrungsgewinn war riesig. Und wir wussten, dass wir einen Schritt weiter gekommen sind.

Nicht immer ist es mir schon vor dem Auftritt bewusst, welchen Stellenwert er hat und was er mit der Gruppe anstellen wird. Oder warum wir plötzlich ungewöhnlich nervös werden vor einem Auftritt. Aber ich weiss, warum ich gerade jetzt in diesem Moment nervös bin. Denn morgen steht der dritte wegweisende Auftritt an, der nächste grosse Schritt vorwärts. Am Polyball an der ETH Zürich.

Die feurigen Glockenspieler…

… sind jetzt in der Galerie auf unserer Homepage ersichtlich 🙂 Und wer mehr Show als uns sehen will, darf gerne auch bei Bertschinger Performance vorbeischauen, auch wenn es dort leider erst wenige Bilder hat.

Und gleich noch zwei weitere Videos…

Mehr öffentliche Shows diesen Sommer bedeuten auch: Mehr Bildmaterial! Und so sind heute zwei weitere Videos mit meiner Beteiligung aufgetaucht.

  • Letztes Wochenende hatten wir die ersten zwei von insgesamt vier Aufführungen von “Die Glockenspieler”. Leider kann ich es hier nicht einbetten, aber auf Facebook gibts einen guten Eindruck davon, wie gross dieses Ding wirklich ist. Wer die Show noch nicht gesehen hat, sollte unbedingt dieses Wochenende kommen, denn bisher hat noch jeder von mir befragte Zuschauer berichtet, wie umwerfend und überwältigend es doch gewesen sei… 🙂
  • Das lang ersehnte Video von unserem Auftritt am Burning Mountain Festival (ich berichtete) ist endlich fertig!

Spring Recap: Juni 2014

Der Juni, erster Monat der vorlesungsfreien Zeit, war dann für mich eine äusserst leidvolle Zeit (siehe Kursivtext unten), in der ich aber durch vieles Feuerspielen trotzdem immer vorwärts kam. “Viel” bedeutet in diesem Fall: An 16 Abenden im Juni stand bei mir entweder eine Show oder eine Probe an! Aber der Reihe nach:

Gleich am ersten Juni-Wochenende waren wir zu zweit für eine Show im Hotel Uto Kulm gebucht. Nach etwas Hin und Her wegen Räumlichkeiten, Soundanlagen und Transport stand dann fest, dass wir eine Indoor-LED-Show im UV-Licht spielen würden – Ähnlich, wie wir es bei der Nachhaltigkeitswoche draussen getan hatten. Da der Üetliberg autofrei ist, aber wir doch ordentlich Material anschleppten, stellte uns das Hotel tatsächlich einen Shuttleservice vom Bahnhof zum Gipfel zur Verfügung. Der Shuttleservice bestand dann aus einem kleinen, wendigen Elektromobil. Der einzige passende Ausdruck dafür ist wohl das Schweizerdeutsche “hääärzig”. Oben angekommen gab es dann etwas Verwirrung, wann wir genau spielen sollten, bis wir nach 3 neuen Terminen und immer wieder vorkommender Verspätung schlussendlich doch ziemlich genau zur ursprünglich abgemachten Zeit spielten. Erfreulicherweise war das Publikum sehr engagiert und hat uns ordentlich angepeitscht, so dass wir gar noch eine kleine Zugabe spielten, was eher weniger üblich ist.

Daneben standen in der Zeit weitere Proben fürs Burning Mountain und den Glockenspieler an. Beim Burning Mountain musste es nun wirklich voran gehen, da das Festival ja Ende Juni stattfand. Wir probten unermüdlich mit und ohne Kostüme, bis wir gerade noch so fertig wurden mit einem flüssigen Ablauf und sitzenden Übergängen. In der Zwischenzeit mussten wir uns auch noch auf einen Namen einigen, bei dem nach langer Diskussion und viel hin und her endlich “Magnetic Madness Ensemble” feststand. Dazu brauchten wir auch noch ein Promofoto, bei dem ich auch mal wieder meine Retuschierkünste auspacken durfte:

Magnetic Madness Ensemble. Juni 2014

Magnetic Madness Ensemble. Juni 2014

Teil der Materialauslage des Magnetic Madness Ensembles. Juni 2014

Teil der Materialauslage des Magnetic Madness Ensembles. Juni 2014

Auch beim Glockenspieler ging es gut voran, wir hatten die ersten Gesamtproben mit allen anderen Beteiligten. Natürlich wurde dabei wieder einiges umgestellt, denn bei so einem grossen Projekt entstehen die Abläufe immer erst durch die Proben. Jedenfalls scheint das Konzept aufzugehen – Aber ob das Publikum davon auch so begeistert sein wird wie wir? Man wird sehen.

Bühne von "Die Glockenspieler". Juni 2014

Bühne von “Die Glockenspieler”. Juni 2014

Und dann kam endlich das Festival, auf das wir uns schon lange vorbereitet hatten: Burning Mountain! Thomas und ich machten uns am Donnerstag als erste auf den Weg, fanden nach etwas suchen auch einen hervorragenden Zeltplatz direkt bei den Drogencheck-Experten von rave it safe, mit denen wir über das Festival hinweg eine äussert gute Nachbarschaft hatten. Auch unsere Bändel bekamen wir ohne grössere Probleme, also gönnten wir uns erstmal ein Abendessen. Im Verlauf der Nacht trafen dann auch noch die meisten anderen von unserer Gruppe ein. Leider war am Donnerstag erst die kleine Zeltbühne geöffnet, so dass wir unseren einzigen freien Abend nicht besonders ausreizen konnten.

Am Freitag belebten wir dann den Platz vor der Bühne mit unseren Flow Arts und konnten dabei auch den einen oder anderen Spieler hervorlocken. In der Zwischenzeit hatten wir auch unsere etwas spärlichen Bons erhalten, die dann noch dazu nicht an allen Ständen akzeptiert wurden. Liebe Orgas, da könnt ihr definitiv nachbessern! Gegen Abend gings dann aber auch schon bald los mit den Vorbereitungen: Umziehen, Schminken, Materialtransport, Tools tränken. Noch einmal kurz zusammen zur Ruhe kommen, Energie beschwören, und los geht’s!

Magnetic Madness Ensemble @ Burning Mountain Festival. Juni 2014 (Bildnachweis: Mysticalpics.ch)

Magnetic Madness Ensemble @ Burning Mountain Festival. Juni 2014 (Bildnachweis: Mysticalpics.ch)

Am Samstag gabs dann nochmal das Selbe in Grün, an einer etwas anderen Stelle auf dem Gelände und mit einer anderen Energie, da in unserem Ensemble nicht alles so harmonisch klappte wie erhofft. Trotzdem war die Show nicht schlecht, wie ich finde, denn gewisse Abläufe und Übergänge haben deutlich besser geklappt als tags zuvor.

Ich war nach den Shows jeweils nudelfertig und ging deshalb meistens recht bald nach den Nachbereitungen (Materialtransport, umziehen, abschminken) recht bald schlafen. Auch dem Sonntag auf dem Gelände konnte ich dann nicht mehr viel abgewinnen, da das ganze Wochenende viele Kräfte gezehrt hat. So brach ich dann am Sonntag auch schon bald und vor den Anderen auf, was den für mich angenehmen Nebeneffekt hatte, dass ich so dem später eintreffenden, grossen Regen entrinnen konnte.


“Klassisch Frau” nennst Du das also, nicht zu sagen was Du willst. Du nimmst mir den Wind aus den Segeln, schneller als Du ihn gegeben hast. Lässt mich fallen, plötzlich und von ganz oben. Nicht einmal ein lauer Windstoss ist während meines Falles zu vernehmen. Wie kannst Du so herzlos sein? Bedeutete es Dir alles nichts? Feuer sorgt für Auftrieb, ich labe mich daran, es gibt mir Halt. Ich meine Dich zu sehen, dabei hast Du mich längst vergessen. Dann ist das Feuer aus. Nichts bleibt ausser Schmerz.

Spring Recap: März 2014

Der März begann mit einer Show, über die ich im Beitrag zur Regenthematik bereits berichtete. Danach stand für mich schon bald etwas ganz anderes auf dem Programm, nämlich eine Frankreichreise zu einer Konferenz bei Marseille. Für mich war es eine gute Gelegenheit, ein fertiges Resultat erstmals in Form eines Posters zu präsentieren. Leider hatten die Organisatoren keinen Slot für Talk frei, aber die (für eine Zahlentheoriekonferenz unübliche) Postersession erwies sich als äusserst hilfreich: Durch den direkten Kontakt mit den interessierten Forschern erfuhr ich genau, woran sie wirklich interessiert sind, wodurch sich die Einleitung für das zugehörige Paper fast wie von selbst schrieb. Auch eine gute Erfahrung!

Inhaltlich war die Konferenz für mich nicht besonders aufschlussreich, da das Thema recht weit gefasst war und dementsprechend viele uninteressante Talks auf dem Programm standen. Nunja, Zeit für Anderes. Wie zum Beispiel Blogeinträge schreiben. Ach, und natürlich: Marseille besuchen und das Mittelmeer geniessen!

Orbitals against the sunset. Marseille, March 2014

Ein bisschen Poi vor dem Sonnenuntergang

Free-soloing an alten Gemäuern

Ile Rotanneau vor Marseille

Bei den Foyks stand nach dem Auftritt bei der Nachhaltigswoche wenig an, so dass wir uns erstmal an die Sommerplanung machten; Welche Festivals stehen an, wo könnten wir auftreten? Was machen wir bis dahin? Die nächsten grösseren Projekte waren bereits in den Startlöchern: Zusammen mit unseren Freunden von Hulahooop.com und weiteren Feuerspielern sollte ein neues Projekt für das Burning Mountain Festival aufgezogen werden. Ausserdem wurde der nächste Teil von Bertschingers Performances in Bubikon angekündigt: Die Glockenspieler. Damit war dann auch schnell klar, womit wir uns beschäftigen würden: Proben, Proben, Proben!


Tiefer, inniger, näher zueinander. Der unaufhaltsame Sog, die Anziehung, nie mehr loslassen. Dunkle Geheimnisse, tief schwelgende Ängste, innerste Freude, pures Glück – Alles lässt sich teilen, und Man gewinnt dabei nur.

Regen. Was nun?

Als Künstlergruppe, die dank Feuer oft im Freien spielt, sind wir immer wieder mit einem unvermeidbaren Übel konfrontiert: Regen. Ich möchte in diesem Eintrag beschreiben, wie wir damit umgehen und was das für den Kunden bedeutet.

Als Erstes muss gesagt werden, dass wir mit allen Kunden Verträge abschliessen, die bei Freiluftauftritten eine Schlecht-Wetter-Klausel beinhalten. Üblicherweise steht dort drin, dass der Kunde bei frühzeitiger Absage nur einen Teil der Gage bezahlen muss. Bei kurzfristiger Absage von ihm oder wetterbedingt von uns ist trotzdem die ganze Gage fällig. Dies ist für uns eine Absicherung: Am Tag der Show haben wir einen beträchtlichen Aufwand mit Vorbereitungen wie Material zusammentragen und kontrollieren, Fahrzeug beladen, usw. Klar, dass wir das nicht gratis machen wollen.

Glücklicherweise ist dieser letzte Fall der Totalabsage noch nie eingetreten. Aber wir haben schon oft um das Wetter gezittert, beispielsweise letzte Woche bei unserem Auftritt anlässlich der Nachhaltigkeitswoche der ETH und Uni Zürich. Geplant war eine Show mit LED-Tools, UV-Beleuchtung und von uns gestellten, portablen Lautsprechern. Am Abend vor dem Auftritt war der Wetterbericht für den Auftrittszeitpunkt trocken, aber bereits am nächsten Morgen war Regen für den ganzen Tag angesagt. Es folgten viele Telefonate innerhalb der Gruppe: Spielen wir? Was machen wir mit unserer Ausrüstung, wie schützen wir sie vor Nässe? Und kommt da überhaupt jemand zum Zuschauen, wenn es regnet? Kurz, die Stimmung war mässig. Wir überliessen die Entscheidung dem Kunden, der uns überzeugte, die Show doch zu spielen. Schnell wurden durchsichtige Plastiksäcke und Isolierband organisiert und die kritischen Teile eingepackt. Vor Ort liess der Regen dann deutlich nach, die Technik spielte mit, wir froren nur ein bisschen und konnten ein tolles Publikum geniessen, das sich die Freude nicht vom Regen nehmen liess. Hut ab!

Show auf der Polyterrasse der ETH Zürich (Quelle: Nachhaltigkeitswoche)

Show auf der Polyterrasse der ETH Zürich (Quelle: Nachhaltigkeitswoche)

Dieser Fall zeigt exemplarisch, wie wir mit dem Problem umgehen: Offensive Kommunikation, Möglichkeiten offen halten und den Kunden in die Entscheidung mit einbeziehen. Wir möchten nicht absagen, wenn der Kunde damit nicht einverstanden ist. Gleichzeitig bereiten wir uns und all unser Material (Technik, Kostüme, Tools) so gut wie möglich auf die Regensituation vor. Aber das Publikum ist meistens heikler als wir, wenn es keinen trockenen Ort zum Zuschauen gibt. Übrigens wäre so ein Auftritt mit Feuer eher weniger problematisch gewesen, denn es braucht einen sehr starken Regen, dass uns die Tools ausgehen. LED-Tools und insbesondere die UV-Lampen sind da deutlich anfälliger.